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Alpine Ski-WM Nach dem Sturz: Riesch muss verdrängen

04.02.2009 ·  Nach dem schweren Sturz beim Abfahrtstraining am Mittag wäre die Ski-WM für Maria Riesch beinahe schon am zweiten Tag beendet gewesen. Doch die deutsche Medaillenhoffnung trug nur leichte Verletzungen davon. Der deutsche Alpinchef kritisiert dennoch die Präparierung der Strecken.

Von Peter Penders, Val d'Isère
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Dem großen Schrecken am Mittag folgte am Abend die Entwarnung. Kopfüber war Maria Riesch beim Abfahrtstraining in den Fangzaun gestürzt, ihre weitere Teilnahme an der alpinen WM scheint aber nicht gefährdet. Mannschaftsarzt Dr. Wolfgang Vogt diagnostizierte dennoch eine Prellung des Rückens und der Wirbelsäule, dazu eine Innenbanddehnung im linken Knie.

„Das werde ich mit einem Tapeverband fixieren, das ist das kleinste Problem“, ließ Maria Riesch mitteilen, die sich dazu Hautabschürfungen im Gesicht und eine blutende Lippe zugezogen hatte. Die vorsorgliche Röntgenuntersuchung des Rückens hatte zuvor keine weiteren Knochenverletzungen ergeben. „Wir dürfen das Thema nicht zu hoch hängen“ sagte Alpinchef Wolfgang Maier, „das würde die Athletin nur zusätzlich verunsichern“.

Kritik an den WM-Strecken

Verdrängen ist das Gebot der Stunde, denn schon am Freitag steht die Kombination der Frauen an, in der die 24 Jahre alte Partenkirchnerin zu den Medaillenkandidatinnen gehört. Ob sie allerdings an diesem Donnerstag beim zweiten Abfahrtstraining schon wieder an den Start geht, wird Maria Riesch erst am Morgen entscheiden.

Wegen eines Fahrfehlers gestürzt

Den Sturz führte Maier nicht auf die schwierige Piste oder eine zu forsche Fahrt zurück, sondern auf einen Fahrfehler. „Maria ist auf dem Innenski weggerutscht, das hätte ihr auch bei einer langsameren Fahrt passieren können.“ Kritik übte der Alpinchef des Deutschen Ski-Verbandes dennoch an den WM-Strecken, die im Schwierigkeitsgrad im „obersten, obersten Bereich liegen“. Die Abfahrtsstrecke der Damen sei Neuland für alle, weil es vorher keinerlei Möglichkeiten zu Tests gegeben habe und es dementsprechend keine Erfahrung über die Kurzsetzung gäbe. Von den 65 Starterinnen im Training waren nur 34 in die Wertung gekommen.

Die Herrenstrecke, auf der auch alle technischen Disziplinen stattfinden (siehe: Alpine Ski-WM in Val d'Isère: Grün, modern und steil), sei wegen ihrer hohen Belastung so brutal mit Wasser präpariert worden, wie es Maier noch nie gesehen habe und überfordere viele (siehe: Alpine Ski-WM: Starter aus Nepal und der Mongolei dabei). Der gestürzte Andreas Strodl hat sich nach einer ersten Untersuchung vermutlich keine schweren Bänderverletzungen zugezogen (siehe: Didier Cuche gewinnt den WM-Super G: Rodeo-Show für Muskelprotze). Sein Bruder Peter war nach einem Torfehler ausgeschieden, und der Dritte im Bunde, Stefan Keppler, hatte nach Rang 24 und 3,70 Sekunden Rückstand mit sich gehadert und indirekt auch seinem Sportchef widersprochen: „Ich hätte viel mehr riskieren können und müssen.“

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Jahrgang 1959, Sportredakteur.

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