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Paralympics Dreizehntes Gold für die Deutschen

 ·  Die Schwimmerin Kirsten Bruhn hat am Mittwoch über 100 Meter Brust die 13. paralympische Goldmedaille für die Deutschen gewonnen. Zuvor hatten sich die Radfahrer Tobias Graf, Michael Teuber und Andrea Eskau ebenfalls Goldmedaillen gesichert.

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© dpa Kirsten Bruhn kurz vor ihrem Sieg

Die Schwimmerin Kirsten Bruhn aus Neumünster hat die 13. paralympische Goldmedaille für das deutsche Team in London geholt. Die Norddeutsche gewann am Mittwoch nach 2004 und 2008 das dritte Mal in Serie über 100 Meter Brust. Die 42-Jährige beendet mit dem Coup ihre Karriere bei Paralympics. Silber ging ebenfalls über 100 Meter Brust an Niels Grunenberg aus Berlin.

Zuvor hatten die Radfahrer Tobias Graf, Michael Teuber und Andrea Eskau die Goldmedaillen Nummer zehn, elf und zwölf für das deutsche Team gewonnen. Auch der frühere Formel-1-Pilot Alessandro Zanardi sicherte sich am Mittwoch bei seiner Premiere mit dem Handbike die Goldmedaille im Zeitfahren. Der Italiener, der bei einem Rennunfall 2001 auf dem Lausitzring beide Beine verloren hatte, gewann vor Norbert Mosandl aus der Oberpfalz. Weitere deutsche Medaillen holten Dorothee Vieth mit Silber und Bernd Jeffré, der Dritter in seiner Klasse wurde.

Graf triumphierte im Zeitfahren in der Klasse C2 und gewann damit nach zwei Medaillen auf der Bahn sein drittes Edelmetall in London. Dem Baden-Württemberger fehlt nach einer Amputation das linke Bein. Nur Minuten später dominierte Teuber auf der früheren Formel-1-Strecke in Brands Hatch in der Klasse C1 - der 44-Jährige ist teilweise gelähmt. Die querschnittsgelähmte Eskau setzte sich in der Klasse H4 klar gegen ihre Landsfrau Vieth durch. Damit ist der Mittwoch der bisher erfolgreichste Tag für die deutschen Athleten in London.

Noch am Dienstag hatte Teuber aus Frust über die Klassifizierungen seine Karriere auf der Bahn beendet. Nun freite er sich umso mehr: „Dass ich es diesen muskelbepackten Kerlen, die neu in meiner Klasse sind, mit meinen dünnen Beinchen gezeigt habe, allein durch Wille, Ausdauer und Erfahrung, macht mich stolz. Das ist einer der größten Momente meiner Karriere.“

Der 28 Jahre alte Graf, der im Alter von zehn Jahren bei einem Unfall mit einem Mähdrescher sein linkes Bein verlor, genoss seinen Erfolg etwas stiller. „Ich denke, es gibt jetzt schon eine ordentliche Party, aber ich habe noch nichts geplant“, sagte der Freiburger, der auf der Bahn Silber in der Einer-Verfolgung über 3000 Meter und Bronze im Zeitfahren über 1000 Meter gewonnen hatte. Dass er nun Medaillen aller Farben aus London mitbringt, wunderte Graf selbst ein wenig. „Das ist einfach nur geil. Gehofft habe ich schon darauf, aber gerechnet habe ich nicht damit“.

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