London hält die Klappe - in hohen Ehren. Die einheitliche Kleidung der fast 80 000 Helfer der Olympischen Spiele verbreitet, wie die Freiwilligen selbst, die „Games Makers“ gute Laune. Lila Trikots mit Ärmelaufschlag und Stehkragen im Rot der Grenadier Guards - das sind die mit den Bärenfellmützen - sind eine augenzwinkernde Erinnerung an die Vergangenheit des Empire.
Mutiger Schritt in die Zukunft
Zugleich macht die Welt von Sports Wear und Freizeitkleidung damit einen mutigen Schritt in die Zukunft: Die krönende Applikation sind Schulterklappen mit goldenem Knopf. In Zeiten von Hightech- Material und sogenannter intelligenter Kleidung ist das entschieden un-funktional: ein Gruß vom Geist der sechziger Jahre, der schon in den gelben U-Booten und Sergeant Pepper’s Lonely Hearts’ Club Band bei der Eröffnungsfeier auftauchte. Das sollte Schule machen.
Ein Trikot muss man sich verdienen
Nur in wenigen Sportarten gibt es ordentliche Rangabzeichen: das Gelbe Trikot und der Brustring in den Farben des Regenbogens, die der Rad-Weltmeister trägt, die Meisterschaftssternchen auf Fußballtrikots. Die Wirkung der Schulterklappen allerdings ist viel breiter. Sie tragen keine Rangabzeichen und sie sollen auch nicht funktionieren wie beim Militär. Sie sind der festgeknöpfte Hinweis darauf, dass man sich ein wirklich wertvolles Trikot nicht kaufen kann, sondern verdienen muss.