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Oscar Pistorius Willkommen bei Olympia

 ·  Der Südafrikaner Oscar Pistorius darf in London über 400 Meter starten - trotz eines langwierigen Rechtsstreits. Der schnellste Läufer ohne Beine hat gekämpft und nie aufgegeben.

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© dapd Oscar Pistorius kam ohne Unterschenkelknochen auf die Welt

Oscar Pistorius hat sich für die Olympischen Spiele in London qualifiziert. Das ist eine gute Nachricht. Schließlich personifiziert der Südafrikaner, der vor 25 Jahren ohne Unterschenkelknochen auf die Welt kam, und der laufen lernte auf Prothesen, wofür die Olympischen Spiele stehen: seinen Traum von Exzellenz zu verwirklichen.

Pistorius ist dafür nicht nur gerannt, er hat auch einen langwierigen Rechtsstreit mit dem Welt-Leichtathletikverband geführt. Vor allem aber hat er gekämpft, hat nie aufgegeben und sich einen Namen gemacht als schnellster Läufer ohne Beine. Nun hat ihn sein Verband für die 400 Meter nominiert. Gewiss ist es kein Zufall, dass im Frühjahr LaShawn Merritt, Olympiasieger vor seiner Dopingsperre und Olympiafavorit seit seiner Rückkehr, forderte, der Verband möge ein wachsames Auge auf die federnden Rennprothesen aus Kohlefaser haben, die Pistorius benutzt.

Es war aber ebenso beredt, wie Merritt schwieg, als Pistorius in seiner Gegenwart ausführte, seine „Cheetahs“ ermöglichten ihm zu laufen, verschafften ihm aber keinen Vorteil. Juristisch gibt es Einwände gegen die Zulassung von Pistorius; Prothesen sind nun einmal keine Beine. Sportlich aber gilt nur eines: den Kämpfer Pistorius unter den Besten der Welt willkommen zu heißen.

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Jahrgang 1958, Korrespondent für Sport in Berlin.

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