Deutschlands Hockey-Damen haben sich bei niedrigen Turnieren zum erfolgreichen Olympia-Einstand in London gezittert. Gegen das als „schlafender Riese“ geltende Team aus den Vereinigten Staaten feierte die Mannschaft von Bundestrainer Michael Behrmann am Sonntagabend beim 2:1 (2:0) einen am Ende etwas glücklichen Auftakt nach Maß und schuf sich die erhoffte gute Ausgangsbasis für den weiteren Turnierverlauf. Vor 8000 Zuschauern in der Riverbank-Arena erzielten Fanny Rinne (8. Minute) und Lisa Hahn (21.) die Tore für die über weite Strecken der Partie überlegenen Vize-Europameisterinnen. Lauren Crandall (56.) war für die Amerikanerinnen erfolgreich.
In ihrem zweiten Turnier-Match treffen die DHB-Damen am Dienstag (22.15 Uhr) erneut in einem Late-Night-Match auf Australien, das zum Start überraschend Neuseeland mit 0:1 (0:1) unterlag. Die Führung in der deutschen Gruppe übernahm unterdessen wie erwartet Weltmeister Argentinien, der sich klar 7:1 (5:1) gegen Südafrika behauptete.
Zwei Tage nach der rauschenden Eröffnungsfeier mit Fahnenträgerin Natascha Keller machten sich Rinne & Co. bei unangenehm frischem Wind und höchstens 15 Grad von Beginn an konzentriert ans Werk. Nachdem sich die amerikanische Torfrau Amy Swensen schon in der Anfangsphase zweimal als Meisterin ihres Fachs erwiesen hatte, brachte die zweite deutsche Strafecke die verdiente Führung. Spielführerin Rinne zirkelte ihren Schuss scharf in den Winkel und ließ sich anschließend herzen. Nun lief die Angriffsmaschinerie. Angetrieben von Rinne und der aus dem Mittelfeld operierenden Rekord-Internationalen Keller ergaben sich weitere gute Einschussmöglichkeiten. Die beste nutzte Hahn mit einem scharfen Rückhandschuss zum 2:0. Allein die Torausbeute ließ zu wünschen übrig.
Die unbequem zu spielenden Amerikanerinnen bemühten sich um offensive Aktionen, die aber waren nicht von Erfolg gekrönt. So wehrte Torfrau Yvonne Frank die erste amerikanische Strafecke stark ab (27).
Nach dem Wechsel machten die Amerikanerinnen auf und gestalteten die zwar nicht hochklassige, aber nun äußerst spannende Begegnung überlegen. Es ergaben sich mehrere Großchancen, bei denen sich zum Glück für ihr Team Rückhalt Frank auszeichnen konnte. Die Deutschen verlegten sich nun auf Konter, kamen aber nur selten durch. Nach Crandalls Anschlusstor per Strafecke musste gezittert werden.