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Olympia 2012 Nachhilfe für Sportprofis

 ·  In Mannschaftssportarten sind Ersatzleute unverzichtbare Mitspieler. Entsprechend groß ist die Wertschätzung im Team. Eine Wertschätzung, die offenbar manche Sport-Institution nicht teilt: So bekamen nicht alle deutschen Hockeyspieler eine olympische Goldmedaille.

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© dpa Gold fürs Team: Nicht jeder der deutschen Hockeyspieler bekam in London eine Medaille

Man könnte - mit ein bisschen Naivität - denken, dass Institutionen, die den Sport organisieren, auch eine Ahnung davon hätten, wie das so läuft. Im Mannschaftssport ist zum Beispiel jeder Trainer froh, wenn er sich auch auf seine Ersatzleute verlassen kann, die jederzeit einspringen müssen, wenn ein anderer kränkelt oder plötzlich verletzt ist. Sie sind ein fester Bestandteil jeder Mannschaft - allerdings sieht das Internationale Olympische Komitee dies nicht überall so.

Zwar werden im Fußball an Olympiasieger 18 Medaillen verteilt, im Hockey aber nur 16 genehmigt - die beiden Akteure, die im Notfall nominiert werden konnten, durften in London bei der Feier nur zuschauen. Wie bitter das ist, hat Oliver Korn vor vier Jahren erfahren, als er im Halbfinale und Finale erkrankt fehlte und deshalb nicht mit zur Siegerehrung durfte - die Goldmedaille wurde nachgereicht.

Korn bekam diesmal sein Gold umgehängt, dafür mussten zwei andere zusehen. Weil aber auch die Sporthilfe nur an die 16 Medaillengewinner die Prämie auszahlt, will die Mannschaft nun einen Privatsponsor finden oder eben teilen und dazu eine Nachbildung der Medaille besorgen. Vielleicht sollte sie dem IOC oder der Sporthilfe die Geschichte vom Teamgeist mal erklären.

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Jahrgang 1959, Sportredakteur.

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