Thomas Bach will unabhängig vom Abschneiden der deutschen Olympia-Mannschaft in London das Leistungssport-Fördersystem nach den Olympischen Spielen auf den Prüfstand stellen. „Wir müssen sehen, wo wir generell effizienter und zielgerichtet arbeiten können“, sagt der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes im F.A.Z.-Interview.
Der DOSB müsse sich darüber hinaus um die Trainerausbildung, die Trainerrekrutierung und um die Besoldungsfragen kümmern. In jedem Fall soll die Vielfalt erhalten werden, die im Gegensatz zu vielen anderen Nationen sehr breit angelegt sei.
Eine mögliche neue Bewerbung um die Austragung Olympischer Spiele hält Bach für sehr wahrscheinlich. Deutschland sei eines der wenigen Länder, das sowohl Sommerspiele als auch Winterspiele ausrichten könne. Die Frage sei für ihn deshalb nicht, ob sich Deutschland bewerbe, sondern wie und wann.
Dem Vorwurf, eine neue Bewerbung Münchens um die Winterspiele (2022) stünden vorerst seinem Interesse im Wege, möglicherweise Nachfolger des amtierenden IOC-Präsidenten Jacques Rogge zu werden, widersprach Bach: „Das eine hätte mit dem anderen nichts zu tun.“
Olympiaaustragung und IOC Präsidentschaft
Stefan Plischkes (StefanPlischkes)
- 24.07.2012, 00:22 Uhr