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Basketball bei Olympia „Team USA“, wer sonst!

 ·  Erstmals werden die Basketballer von „Team USA“ richtig gefordert. Sie wanken im olympischen Finale gegen Spanien, setzen sich aber wie schon vor vier Jahren in Peking durch. Nach dem 107:100 geht Gold an die Amerikaner.

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© AFP Stars and Stripes soweit das Auge reicht: Die Amerikaner feiern Basketball-Gold

Die NBA-Stars haben bei den Olympischen Spielen wie erwartet die Goldmedaille im Basketball gewonnen. Die Amerikaner siegten am Sonntag in London im Finale gegen Europameister Spanien mit 107:100 (59:58) und wiederholten damit ihren Olympiasieg von 2008. Auch vor vier Jahren hatten sich die Amerikaner im Endspiel von Peking gegen Spanien durchgesetzt.

Erstmals während dieser Sommerspiele wurde der Topfavorit so richtig gefordert und geriet zwischenzeitig sogar ins Wanken. Am Ende setzte sich die große individuelle Qualität aber doch durch. Bester Werfer im amerikanischen Team war Kevin Durant mit 30 Punkten. Bei den Spaniern kam Pau Gasol auf 24 Zähler. Zuvor hatte sich Russland durch ein 81:77 gegen Argentinien die Bronzemedaille gesichert.

Zum letzten sportlichen Highlight vor der Schlussfeier hatte sich noch einmal viel Prominenz in der North Greenwich Arena eingefunden. IOC-Präsident Jacques Rogge gab sich ebenso die Ehre wie Londons Bürgermeister Boris Johnson, Olympia-Botschafter David Beckham, Arnold Schwarzenegger und die königliche Familie von Spanien.

Im Endspiel erwischten die Amerikaner in der überraschend nicht ganz ausverkauften Halle einen guten Start. Obwohl Spaniens Kapitän Juan-Carlos Navarro mit 14 Punkten im ersten Viertel einen furiosen Auftakt hinlegte, konnten sich die Amerikaner früh absetzen. Mit einem Dreier sorgte Kevin Durant kurz vor dem Ende des ersten Abschnitts für die erste zweistellige Führung des Endspiels (35:25).

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Doch danach ließen es die Muli-Millionäre aus der besten Liga der Welt etwas zu locker angehen. Spanien holte Punkt für Punkt auf und ging durch einen Dreier von Sergio Rodriguez im zweiten Viertel sogar erstmals seit der Anfangsphase wieder in Führung (39:37). Zum ersten Mal im Turnier mussten LeBron James und Co. nun richtig kämpfen.

Besonders gegen Ende der zweiten zehn Minuten entwickelte sich eine hektische Partie mit vielen Nickeligkeiten und Fouls. Spaniens NBA-Profi Marc Gasol von den Memphis Grizzlies kassierte bereits in dieser Phase sein viertes persönliches Foul und verbrachte danach die meiste Zeit auf der Ersatzbank. Zur Pause führten die Vereinigten Staaten lediglich mit einem Punkt (59:58).

Auch nach dem Seitenwechsel konnten sich die Amerikaner zunächst nicht absetzen. Vor allem Pau Gasol von den Los Angeles Lakers lief gegen seine NBA-Kollegen nun richtig heiß und hielt die Iberer mit 15 Punkten allein im dritten Viertel im Spiel. Im Team von Coach Mike Krzyzewski sorgte vor allem der überragende Durant dafür, dass der haushohe Favorit nicht sogar ins Hintertreffen geriet.

Die Entscheidung zugunsten der Vereinigten Staaten fiel dann im letzten Viertel. Als sich die Amerikaner sechs Minuten vor Ende auf neun Punkte absetzen konnten, war der Widerstand der tapferen Spanier gebrochen, die bis zur Schlusssirene alles versuchten.

Die Chancen, dass die Überflieger aus den Vereinigten Staaten auch in Zukunft bei den Sommerspielen die Fans anlocken, sind derweil gestiegen. Beim Finalwochenende in London erklärte Patrick Baumann, Generalsekretär des Basketball-Weltverbandes FIBA, dass die von der NBA angeregte Altersbeschränkung auf unter 23 Jahre zumindest für die kommenden Spiele in Rio de Janeiro wohl noch nicht infrage kommt.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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