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Appell vor Olympia „Doper, zieht Euch zurück“

 ·  Der Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur John Fahey appelliert in einem offenen Brief an gedopte Sportler, sich von den Olympischen Spielen fernzuhalten. „Doping ist Betrug, so einfach ist das.“

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© AFP Wada-Präsident John Fahey: Doper müssen draußen bleiben

Die Welt-Antidoping-Agentur (Wada) hat dopende Athleten aufgefordert, freiwillig auf ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen und den Paralympics in London zu verzichten. „Ich sage es so klar wie möglich: Wenn du als Sportler gedopt hast und planst an den Spielen teilzunehmen, musst du dich aus dem Olympia-Team zurückziehen“, appellierte Wada-Präsident John Fahey in einem am Dienstagabend veröffentlichen offenen Brief. „Doping ist Betrug, so einfach ist das“, schrieb Fahey.

Ein gedopter Athlet, der in London antrete, betrüge nicht nur seine Konkurrenten, „sondern die Sportfans überall auf der Welt“. Fahey: „Ein Doper kann keinen Erfolg erreichen, es ist ein kompletter Widerspruch.“ Wenn ein solcher Athlet eine Medaille gewinnen würde, wäre er niemals in der Lage „in einen Spiegel zu schauen und zu sagen, gut gemacht, ich habe es verdient“.

Der Wada-Chef verwies zudem auf die Rekordzahl von 6250 Doping-Kontrollen bei den Sommerspielen und den Paralympics. „Dies werden die am besten kontrollierten Spiele in der Geschichte sein“, erklärte Fahey. „Die Athleten sollten deshalb wissen, dass ihre Chance, nicht erwischt zu werden, so klein sein wird, wie noch nie zuvor.“

Litauischer Gewichtheber unter Verdacht

Ob es an Faheys Appell lag? Der litauische Gewichtheber Aurimas Didzbalis wird nicht an den Olympischen Spielen in London teilnehmen. Er steht unter Dopingverdacht. Der EM-Zweite in der Klasse über 94 Kilogramm ist in der A-Probe positiv getestet worden und wurde umgehend suspendiert, berichtete das Internetportal Delfi am Dienstag unter Berufung auf den litauischen Gewichtheberverband.

Didzbalis muss zudem muss seine Silbermedaille von den Europameisterschaften 2012 im türkischen Antalya zurückgeben. Die B-Probe wird erst nach Olympischen Spielen ausgewertet. Damit wird in London kein litauischer Athlet im Gewichtheben an den Start gehen.

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