09.08.2004 · Wenn „Deutschland wieder mit einer Bewerbung kommt, werden wir sehr glücklich sein“, sagte IOC-Präsident Rogge im Interview mit der F.A.Z.. „Es gibt nicht den geringsten Zweifel, daß Deutschland eine Sportmacht ist.“
Jacques Rogge hat das deutsche Nationale Olympische Komitee (NOK) zu einer neuen Olympia-Bewerbung ermuntert. Wenn „Deutschland wieder mit einer Bewerbung kommt, werden wir sehr glücklich sein“, sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Im IOC gibt es nicht den geringsten Zweifel, daß Deutschland eine Sportmacht ist und kein ernsthaftes Problem hat, Olympische Spiele zu organisieren“, meinte Rogge.
Im Zusammenhang mit Leipzigs gescheiterter Bewerbung um die Spiele 2012 sagte der Belgier: „Entscheidend ist, daß Deutschland mit der bestmöglichen Bewerbung kommt, die es mit der Konkurrenz aus den anderen Ländern aufnehmen kann. Wenn Deutschland mit Leipzig wiederkommt, dann muß es ein völlig anderes Konzept sein.“
Quartierproblem ließ Leipzig scheitern
Entscheidend für das vorzeitige Ausscheiden Leipzigs aus dem Rennen um die Spiele 2012 sei das Quartierproblem gewesen. Das Konzept habe vor allem auf dem Einsatz des privaten Sektors beruht. „Wenn wir eine Garantie von der Bundesregierung gehabt hätten, vom Land, das sie bauen, hätten wir es akzeptiert“, meinte Rogge.
Das deutsche NOK will Ende des Jahres grundsätzlich entscheiden, ob es sich für die Winterspiele 2014 bewerben soll. Für diesen Fall gilt München als ein aussichtsreicher Kandidat. Bei einem wahrscheinlichen europäischen Sieg für 2012 durch den Favoriten Paris oder London, Madrid und Moskau in Konkurrenz zu New York hätte eine deutsche Bewerbung für die Sommerspiele frühestens 2020 oder 2024 eine Chance.