07.08.2004 · Torri Edwards wird für zwei Jahre wegen Dopings gesperrt. Die amerikanische 100-m-Weltmeisterin war positiv auf das Stimulanzmittel Nikethamid getestet worden.
Die amerikanische 100-m-Weltmeisterin Torri Edwards wird für zwei Jahre wegen Dopings gesperrt. Sechs Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Athen gab die amerikanische Antidoping-Agentur (USADA) bekannt, daß keine „außerordentlichen Umstände“ bei Edwards' Vergehen mit einem verbotenen Stimulanzmittel anerkannt werden.
Damit folgt die USADA einer Empfehlung des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF). Durch den Bann steigen die Chancen für Sprint-Olympiasiegerin Marion Jones, trotz ihres Scheiterns bei der nationalen Ausscheidung doch noch über 100 Meter an den Start gehen zu können.
Keine strafmildernde Umstände
Edwards war am 24. April bei einem Meeting auf der Karibikinsel Martinique positiv auf das Stimulanzmittel Nikethamid getestet worden. Die Athletin, die sich bei den nationalen Meisterschaften in Sacramento über 100 und 200 m sowie mit der Sprintstaffel für Olympia
qualifiziert hat, machte Glukosetabletten dafür verantwortlich. Diese seien ihr von ihrem Physiotherapeuten Christopher Vincent verabreicht worden. Bei der Prüfung des Falls konnte die IAAF allerdings keine strafmildernde Umstände feststellen.
Die 27jährige Athletin hat nun noch die Möglichkeit, den Internationalen Sportgerichtshof CAS als letzte Instanz anzurufen. Sollte es bei der Sperre für Edwards bleiben und
Hürdenspezialistin Gail Devers auf die 100 m verzichten, könnte Superstar Marion Jones in Athen doch noch im Sprint antreten.