Home
http://www.faz.net/-gae-xpjh
Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
Aktuelle Nachrichten online - FAZ.NET

Handball-WM Titelverteidiger Frankreich im Finale gegen Dänemark

 ·  Aus der Traum: Der Gastgeber verpasst das Finale der Handball-WM. Schweden unterliegt den Franzosen 26:29. Danach setzen sich die Dänen im anderen Halbfinale 28:24 gegen Spanien durch und fordern am Sonntag Titelverteidiger Frankreich heraus.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Frankreichs Handballer haben den Traum von WM-Gastgeber Schweden vom ersten Finale seit 2002 zerstört und halten Kurs auf ihr viertes Gold in Serie. Der Titelverteidiger, Olympiasieger und Europameister gewann am Freitag in Malmö das Halbfinale gegen die Skandinavier mit 29:26 (15:12). Im Endspiel am Sonntag (17.00 Uhr) ist Dänemark der Gegner.

Der Europameister von 2008 bezwang im zweiten Semifinale in Kristianstad Spanien mit 28:24 (12:12). Mikkel Hansen warf neun Tore für die Dänen. Den letzten bei der WM zu vergebenden Platz bei einem Olympia-Qualifikationsturnier ergatterte Ungarn durch einen 31:28 (16:14)- Erfolg im Spiel um Rang sieben gegen Polen. Die Partie um Platz fünf entschied Kroatien mit 34:33 (14:16) gegen Island für sich.

Vor 11.477 Zuschauern in der Malmö Arena warfen der Hamburger Bertrand Gille (8) und Michael Guigou (8/2) die meisten Tore für die Franzosen. „Ich bin zufrieden. Wenn man solche Tage hat, sollte man nicht fragen, sondern es genießen“, sagte Kreisläufer Gille, der 100 Prozent seiner Torwürfe verwandelt hatte.

„Jetzt hoffen wir, dass wir eine Medaille gewinnen“

Frankreich hatte zuletzt bei den Olympischen Spielen 2008, der WM 2009 und der EM 2010 im Finale gestanden und jeweils gewonnen. Bei den Schweden, die in ihrem ersten Halbfinale seit dem EM-Titel 2002 ohne den Kieler Kim Andersson (Handbruch) auskommen mussten, traf Jonas Källman sechsmal.

„Es ist jetzt fast zehn Jahre her, dass Schweden in einem Halbfinale gestanden hatte. Deswegen ist das ein Riesenschritt für uns. Jetzt hoffen wir, dass wir eine Medaille gewinnen“, meinte Oscar Carlen von der SG Flensburg-Handewitt. Der Einsatz des Rückraumspielers hatte wegen einer Einblutung im Knie lange infrage gestanden.

Doch trotz seiner Teilnahme und fünf Treffern waren die Schweden den Franzosen nur phasenweise ebenbürtig. Frankreich drehte einen 2:4-Rückstand (7.) in eine 6:4-Führung (14.). Danach kontrollierte der Titelverteidiger das Spiel und geriet bis zum 15:12 zur Pause nicht mehr ins Hintertreffen. Erst nach der 24:17-Führung (44.) ließen die Franzosen die Zügel schleifen, so dass die Schweden zu einer Resultatsverbesserung kamen.

Beim Halbfinale in Kristianstad brachte Torhüter Arpad Sterbik die Spanier wieder ins Spiel zurück. Nach seiner Einwechslung beim Stand von 6:10 (16.) glichen die Iberer auf 12:12 zur Pause aus. Allerdings ließen sich die Dänen davon nicht irritieren. Nach ausgeglichenem Spiel setzte sich der Europameister von 2008 auf 23:21 ab und kam trotz nochmaligen Ausgleichs zum verdienten Erfolg.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel