Unter Blitzlichtgewitter betrat die Torhüterin Ayumi Kaihori als erste das Terminalgebäude des Flughafen Narita in Tokio, gefolgt von den anderen Fußball-Weltmeisterinnen. Die Goldmedaillen baumelten um ihre Hälse. „Jetzt erst langsam fange ich an zu begreifen“, sagte Kapitänin Homare Sawa, die bei der WM als Torschützenkönigin und als beste Spielerin ausgezeichnet wurde. „Ich hätte es niemals für möglich gehalten. Aber wir haben als Mannschaft gekämpft und einfach nicht aufgegeben.“
Tausende fröhliche, Fähnchen schwenkende Fans riefen den heimkehrenden Weltmeisterinnen ihre Glückwünsche zu. Diesen Siegesempfang galt es in vollen Zügen auszukosten. Nach Naturkatastrophe und Atomdesaster im Kernkraftwerk Fukushima hat die Frauen-WM dem geschundenen Land das gebracht, wonach Japan sich gesehnt hat: ein bisschen Hoffnung. Die Fußballerinnen wurden von den Fans als Helden gefeiert.
„Für einen Moment können wir die Nuklearkatastrophe und alles andere vergessen und einfach nur zusammenkommen und feiern“, sagte die 22-jährige Toru Komatsu. Die Not im Heimatland hatten die japanischen Nationalspielerinnen aber immer im Hinterkopf. Bevor Sawa in Deutschland ins Flugzeug stieg, sagte sie: „Ich muss diesen WM-Sieg den Opfern der Katastrophe widmen.“ Die Verteidigerin Azusa Iwashimizu sagte: „Als Einwohnerin Tohokus wollte ich unbedingt gute Neuigkeiten nach Hause bringen.“ Das hat die Frau aus dem Krisengebiet im Nordosten Japans geschafft. „Auf dem Spielfeld haben wir immer die Unterstützung der Nation im Rücken gespürt“, sagte Trainer Norio Sasaki. „Das wollten wir unserem Land unbedingt zurückgeben.“
Nach dem Sieg füllten singende Fans Japans Straßen. Die großen Zeitungen druckten Sonderausgaben. Die Übertragung von Szenen des Finales wurden im Fernsehen ständig wiederholt. Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan freute sich beim Empfang der Nationalspielerinnen über den Sieg als „größtes Geschenk“. „Die Mannschaft hat einer ganzen Nation Mut gemacht“, sagte Kan. Er danke dem Team als Premierminister, aber auch als japanischer Bürger herzlichst. Die Spielerinnen haben derweil neue Ziele: „Wenn man erstmal auf den Geschmack gekommen ist, will man mehr“, sagte Sawa umgeben von ihren Teamkolleginnen. „Ich habe niemals olympisches Gold gewonnen. Das ist unser nächstes Ziel.“
Der zweite Unterschied:
Frank Schröter (schrfrnk)
- 19.07.2011, 20:26 Uhr
Der erste Unterschied:
Frank Schröter (schrfrnk)
- 19.07.2011, 20:25 Uhr
Auch wenn manche stolze japanische Weltmeisterin vielleicht
Christoph Runge (Chris271)
- 19.07.2011, 16:59 Uhr
Die Mädels sind verdiente Weltmeisterinnen
Ralf Tonollo (odbc)
- 19.07.2011, 16:14 Uhr
Norio Sasaki ist Nadeshiko's Trainer, keine Trainerin
Cao Ky (Caoky60)
- 19.07.2011, 15:22 Uhr
