09.06.2008 · Die österreichische Polizei hat am Sonntag in Klagenfurt 140 deutsche Hooligans festgenommen. Die Randalierer hätten polnische Fußballfans mit rechtsradikalen Parolen provoziert. Sie wurden daraufhin eingekesselt und festgenommen.
Es begann als fröhliches Fußballfest und endete doch mit einem schrillen Missklang: Rund 300.000 Fans in Österreich und der Schweiz haben am Wochenende trotz der Auftaktniederlagen ihrer Mannschaften den langersehnten Auftakt der Europameisterschaft gefeiert.
Am Ende aber störten mindestens 140 deutsche Hooligans das friedliche Gesamtbild. Sie wurden vor und während des ersten Spiels der deutschen Mannschaft in Klagenfurt nach neonazistischen Provokationen gegen polnische Fans von österreichischer und deutscher Einsatzpolizei eingekreist und abgeführt.
30.000 Deutsche in Klagenfurt
In der Fanzone auf dem Klagenfurter Messegelände kam es nach dem 1:0-Führungstreffer der deutschen Mannschaft zu ersten Schlägereien zwischen betrunkenen Fans. Sie sollen wegen Landfriedensbruchs angezeigt und des Landes verwiesen werden. Aus den vier österreichischen EM-Städten meldete die Polizei bis Sonntagmorgen ganze 29 Festnahmen.
Allein 17 Fans wurden vor dem Spiel Deutschland gegen Polen in Klagenfurt vorsorglich festgenommen. In der Kärntner Hauptstadt hielten sich am Sonntagabend 30.000 Deutsche auf, die meisten von ihnen hatten keine Stadiontickets. Rund 2500 Polizisten, darunter 300 deutsche Beamte, waren im Einsatz. Doch trotz der Sorgen vor Gewalttätigkeiten rivalisierender Fan blieb es zunächst bis zum Spielbeginn „völlig ruhig“. Doch dann begannen die deutschen Hooligans mit ihren Provokationen.