13.06.2008 · Zehntausende Menschen haben am Donnerstag auf Fan-Festen die Niederlage des deutschen Fußball-Nationalteams gegen Kroatien verfolgt. In einigen Städten kam es nach dem Schlusspfiff zu Ausschreitungen zwischen Anhängern beider Mannschaften.
Zehntausende Menschen haben am Donnerstag auf Fan- Festen das Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Kroatien verfolgt. Obwohl das deutsche Team in einer schwachen Partie 1:2 gegen Kroatien verlor, harrten die Menschen bei oft schlechtem Wetter im Freien aus. Allein in Hamburg hatten sich 30.000 Menschen vor der 60 Quadratmeter großen Leinwand versammelt und schwarz-rot- goldene Flaggen geschwenkt. In Berlin kamen tausende Anhänger zu den zahlreichen Fan-Festen.
In einigen Städten kam es nach dem Schlusspfiff allerdings zu Ausschreitungen zwischen Fans der deutschen und der kroatischen Nationalmannschaft. In Heilbronn in Baden-Württemberg demolierte eine Gruppe Deutscher mit Eisenstangen ein Auto kroatischer Fans. 120 Menschen hatten laut Polizei zuvor die Straße blockiert und die Kroaten so zum Anhalten gezwungen. Als die Einsatzkräfte auf dem Heilbronner Marktplatz eine Schlägerei zwischen deutschen und kroatischen Fans beendet wollten, gingen beide Gruppen plötzlich gemeinsam auf die Polizisten los.
In Hamburg mussten laut Feuerwehr 16 Menschen mit Platzwunden oder Gehirnerschütterungen ins Krankenhaus gebracht werden, nachdem Bierflaschen geworfen wurden. Mehrere Randalierer wurden festgenommen. Auch Hannover wurden mehrere Menschen schwer am Kopf verletzt, als Randalierer Bierflaschen in die Menge warfen. Auch zu Schlägereien kam es. Neun Männer wurden wegen gefährlicher Körperverletzung festgenommen.
„Wir sind wegen der Stimmung hier“
In den meisten Städten blieben die Fußball-Feste aber friedlich. In Köln versammelten sich etwa 27.000 Fans bei Nieselregen vor und in der Kölnarena, in Dortmund strömten 9000 Menschen in die Westfalenhalle. Kaum besser war das Wetter in Hannover, wo 8000 Fans in bunten Kostümen und mit bemalten Gesichtern die Übertragung mitverfolgten.
„Wir sind wegen der Stimmung hier, da macht der Regen nichts“, sagte eine Frau in Frankfurt. Ein kroatischer Fan genoss die Mischung aus Anhängern beider Mannschaften: „Ich finde es schön, das Spiel mit den Deutschen gemeinsam zu sehen.“ Am Ende hatte er freilich mehr Grund zum Jubeln als die deutschen Zuschauer. Die größte Public-Viewing-Veranstaltung in Baden-Württemberg zog in Heilbronn nach Angaben der Polizei etwa 12 000 Fans an, in Freiburg waren es 8000 Fußballbegeisterte.
enttäuschend...
t. j. (koelnerin)
- 13.06.2008, 14:42 Uhr