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Ausschreitungen Englands Hooligans randalieren zu Hause

14.06.2004 ·  Die 2.300 Ausreiseverbote gegen bekannte englischen Hooligans zeigen Wirkung. In Lissabon blieb es nach dem 1:2 gegen Frankreich weitgehend ruhig, dagegen randalierten allein in London 400 Krawallmacher.

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Nach der 1:2-Niederlage des englischen Teams gegen Frankreich bei der Fußball-EM in Portugal ist es in der Nacht zum Montag in England zu Ausschreitungen gekommen. Während es in Lissabon selbst ruhig blieb, wurden in England 83 Hooligans festgenommen.

Nach Angaben von Scotland Yard waren allein in Südlondon 400 Leute an Krawallen beteiligt. Die Polizei wurde mit Flaschen beworfen, zwei Polizisten wurden leicht verletzt und mehrere Polizeiautos beschädigt. In der Kleinstadt Boston setzten Randalierer zwei
Polizeiautos in Brand und bewarfen Polizisten mit Steinen. In Birmingham sorgten rund 200 Radaubrüder im Stadtzentrum für Ausschreitungen.

Mit den Krawallen in England sind die Prognosen von Deputy Chief Constable David Swift, der bei der britischen Polizei für Strategien im Kampf gegen Hooligans zuständig ist, eingetroffen. „In englischen Städten wird es sicher zu Unruhen und Krawallen kommen, wenn der Fußball losgeht“, hatte der Beauftragte der britischen Regierung befürchtet. Vor Turnierbeginn hatten Richter in England und Wales mehr als 2.300 Ausreiseverbote verhängt, gegen bekannte Hooligans und gegen solche, die als Unruhestifter vermutet werden. Sie mußten ihre Reisepässe abgeben und an Englands Spieltagen müssen sie sich auf dem nächstgelegenen Polizeiposten präsentieren.

Auch bei den gemäßigten Fans in England zeigten sich Spuren der Enttäuschung nach der Niederlage. Im Berufsverkehr am Montagmorgen hatten viele Autofahrer die Flagge mit dem Kreuz des heiligen Georg (die England-Fahne) wieder von ihren Wagen entfernt. Alle englischen Zeitungen brachten ein Bild des fassungslosen England-Kapitäns David Beckham, wie er seine Hände vors Gesicht hält, entweder auf den Titelseiten oder auf der ersten Sportseite.

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