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Tuchels Thema Spanien ist nicht müde!

 ·  Beide Finalisten stehen verdient im Endspiel. Italiens Stärke sind automatisierte Spielzüge, bei denen alle wissen, was sie zu tun haben. Spanien wird Europameister, wenn es Tempo auf die Außenbahnen bekommt.

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Juan-Luis Wehmeier

Mit klarer Kritik stehen Sie da ziemlich allein da

Tja Herr Tuchel, leider fehlt beim DFB, Clubs und dt. Fußballberichterstattern Ihre Einsicht, Bescheidenheit etc. Auch nach dem verlorenen 1/2 Finale nur "knapp" gescheitert (mE "knapp" am 0:4 vorbei), war man immernoch gefühlt "Favorit" (ganz wichtiger Unsinn, so wie auch "Augenhöhe" mit WM- und EM Sieger, "goldene Generation, beste aller Zeiten", "spielerisch stärkste"). Reus war der Meinung man war besser als ITA, Schweinsteiger wird wie nach 08 von "1-2 Standards einüben reden", Löw sprach von "4 Klassespielen !" usw usf.
Seit vielen Jahren 0 echte Außenspieler (Def.+Off.), klassische 6er, spielstarke Innenverteidiger, und wenige int. Klassestürmer (1?) kennzeichnen mE die dt. Nationalelf. 1 Titel seit Kampfsieg 96 in allen int. Wettbewerben haben heute keine Auswirkungen auf DFL (Rauball und Co), DFB und Medienstatements. Woher auch, es gibt ja im Vgl. zu E, I, UK, F auch kaum Fußballmedien, aber man wußte trotzdem genau daß E "satt/müde" ist, I "leichte Fortschritte" macht...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.07.2012 17:31 Uhr
Juan-Luis Wehmeier

Nöö

ein Beispiel für gefährliches Halbwissen:-) ich sprach von "echten", Spezialisten: Außenstürmer, Mittelfeldspieler und Außenverteidiger, als Beispiel für in D ausgestorbene spezifische, technische Postionen, in diesem Fall Eigenschaften (1 gegen 1, Dynamik, Flanken), zB Ribéry, NL Spieler, Navas etc. Die von Ihnen genannten, guten-bis sehr guten Allrounder spielen entw. auch mal außen oder stellen internat. nichts dar.

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Thomas Seifert

Exakt

Tuchel macht auf einen nicht unwichtigen Umstand aufmerksam, der im allgemeinen Enttäuschungsgebrüll schnell untergeht. Es ist immer auch Glück dabei - dass Italien aus exakt zwei Chancen in der 1. HZ exakt zwei Tore macht, war eigentlich gar nicht zu erwarten. So effizient hatten sich die Italiener im Turnierverlauf bislang wahrlich nicht gezeigt. Man denke nur an die Riesenchance Balotellis gegen Spanien, die er anfängerhaft verdaddelte, sowie an seine Vielzahl erfolgloser Torschüsse gegen England.
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Fehler passieren immer, das soll nicht bagatellisiert werden. Doch problematisch scheint eher die gehobene Erwartungshaltung des Publikums, die nicht akzeptieren kann, dass Erfolg nur bis zu einem bestimmten Grade planbar ist. Am Ende entscheiden dann Kleinigkeiten (wie Scholl richtig bemerkte), oft einfach auch ein Quäntchen Glück.

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Thomas Kobler

Schade, das sind zwar interessante...

...Ansichten zum anstehenden Euro-Finale, aber noch lieber wäre mir eine Analyse gewesen, ob Löw die Euro "vertuchelt" hat. Vom "Meister der taktischen Nanoanpassung" hätten da sicher spannende Einblicke kommen können. Bemerkenswert finde ich, dass sowohl Löw wie auch Tuchel mit "besonders Schlausein" resultatmässig etwa am gleichen Punkt landeten: Sicher inmitten der Vergleichbaren. Obwohl die Ausgangslage nicht unterschiedlicher sein könnte - Tuchel steht viel mittelmässige Qualität zur Verfügung, Löw viel aussergewöhnliche - brachte all die verwandte Akribie ein ähnliches Resultat.

Ist ständiger Wechsel und damit unweigerlich einhergehende, latente Verunsicherung der Beständigkeit überlegen? Prandelli würde wohl "Jein" antworten, Del Bosque würde die Frage nicht mal verstehen, so absurd erschiene ihm nur der Gedanke. Die Beiden werden es schon heute Abend beantwortet kriegen, Herr Tuchel in der anstehenden Saison, und Löw 2014. "König Fussball" in seiner ganzen Unberechenbarkeit.

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