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3:1 gegen Irland Kroatiens doppelter Mandzukic

 ·  Mario Mandzukic führt Kroatien mit einem Doppelpack zum Auftaktsieg gegen Irland. Die Kroaten präsentieren sich spielstark, haben aber Glück, dass der Schiedsrichter den ideenarmen Iren einen Foulelfmeter verweigert.

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© dapd Stürmische Kroaten: Mandzukic (im Foto links) und sein Team jubeln über drei Tore

Wenn Mario Mandzukic am Ende der abgelaufenen Bundesligasaison auf eine gute EM setzte, um sich für einen neuen Verein zu empfehlen, hat er bisher alles richtig gemacht. Der Stürmer, der noch beim VfL Wolfsburg unter Vertrag steht, aber für die Niedersachsen wohl nicht mehr auflaufen wird, bescherte Kroatien am Sonntag in Posen einen wunderbaren Einstand in das Turnier. Zwei Tore erzielte Mandzukic beim verdienten 3:1-Sieg gegen Irland, das mit großen Ambition nach Polen gekommen war.

Im Gegensatz zu den Kroaten war die Mannschaft von Trainer Giovanni Trapattoni zuletzt ein seltener Gast bei Europameisterschaften gewesen, zuletzt vor 24 Jahren hatte sie sich für die Endrunde qualifiziert. Bei der Vorbereitung der Anhänger beider Mannschaften auf die Partie hörte der Spaß für einige allerdings schon in der Nacht zuvor auf. In dieser waren nach Krawallen in der Innenstadt von Posen vierzehn Fußballfans aus Irland, Kroatien und Polen in Gewahrsam genommen worden. Von den Fans, die im Stadion waren, freuten sich allerdings zunächst nur die aus Kroatien. Gerade einmal zwei Minuten waren gespielt, da brachte Mandzukic mit einem kuriosen Tor seine Mannschaft in Führung. Nach einer Flanke von Darijo Srna war der Stürmer im Strafraum weggerutscht, konnte den Ball aber noch aus vierzehn Metern Richtung Tor köpfen - nicht mit Wucht, aber plaziert in die linke Ecke, sodass Irlands Torhüter Shay Given chancenlos war.

Der frühe Rückstand durchkreuzte das Defensivkonzept von Trapattoni, die Iren mussten angreifen. Und das sah nicht nach Widerwillen aus, sondern nach Lust, allerdings fehlten die kreativen Mittel, um die Kroaten in arge Bedrängnis zu bringen. Ein Freistoß in der 19. Minute ließ die Iren wieder hoffen, auch im fünfzehnten Spiel hintereinander ungeschlagen zu bleiben. Aiden Mc Geady zirkelte den Ball von der linken Seite in die Mitte, dort setzte sich der irische Innenverteidiger Sean St. Ledger gegen Verdran Corluka durch und köpfte aus kurzer Distanz das 1:1 (19.).

Schiedsrichter Kuipers übersieht ein Foul im Strafraum

Die Angriffslust der Männer von der Insel ließ anschließend aber wieder nach, Kroatien drängte immer wieder in den Strafraum. Zuerst vergab der Dortmunder Ivan Perisic aus guter Position (35.), dann Nikica Jelavic (39.). Zwei Minuten vor dem Ende des ersten Durchgangs klappte es dann doch noch, aber nur weil Stephen Ward einen Schuss des kroatischen Spielmachers Luka Modric abfälschte und der Ball unglücklich bei Jelavic landete. Der Angreifer vom FC Everton nutzte die Chance und schoss unbedrängt zum 2:1. Als in der 49. Minute Mandzukic mit seinem zweiten Treffer das 3:1 gelang, war die Niederlage der Iren besiegelt, spätestens nachdem Schiedsrichter Kuipers ein Foulspiel des Frankfurter Bundesliga-Profis Gordon Schildenfeld an Robbie Keane im Strafraum übersah und nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte. Andrews verfehlte das kroatische Tor per Kopf kurz vor Schluss zudem nur um Zentimeter. Ans Viertelfinale glaubt nun wohl nicht einmal der mit 73 Jahren noch immer sehr agile und stets zuversichtliche Trapattoni.

Irland - Kroatien 1:3 (1:2)

Irland: Given - O’Shea, St. Ledger, Dunne, Ward - Whelan, Andrews - McGeady (54. Cox), Duff - Doyle (53. Walters), Keane (75. Long)
Kroatien: Pletikosa - Srna, Corluka, Schildenfeld, Strinic - Vukojevic - Rakitic (90.+2 Dujmovic), Modric, Perisic (89. Eduardo) - Mandzukic, Jelavic (72. Kranjcar)
Schiedsrichter: Kuipers (Niederlande)
Zuschauer: 39.550
Tore: 0:1 Mandzukic (3.), 1:1 St. Ledger (19.), 1:2 Jelavic (43.), 1:3 Mandzukic (48.)
Gelbe Karten: Andrews / Kranjcar, Modric
 

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