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Mario Gomez „Warum soll ich mich ändern?“

 ·  Die Nationalelf will mit einem Erfolg gegen die Niederlande den Einzug ins EM-Viertelfinale perfekt machen. Zu einer besonderen Herausforderung könnte das Wetter werden. Gomez wehrt sich zudem gegen Kritik.

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© dpa „Ich war in den letzten fünf, sechs Jahren der beste Stürmer in Deutschland und habe in der Champions League in den letzten zwei Jahren nach Messi die meisten Tore gemacht. Ich möchte wissen, warum ich mich ändern soll?“: Mario Gomez

Joachim Löw will eine Nervenschlacht im dritten Vorrundenspiel unbedingt vermeiden und schon gegen den Erzrivalen Niederlande den Einzug ins EM-Viertelfinale perfekt machen. „Jeder weiß, Holland steht unter Druck“, erklärte der Fußball-Bundestrainer am Montag in Danzig. Das aber werde seinen Matchplan nicht beeinflussen.

„Wir haben es schon erlebt, dass wir das erste Turnierspiel gewonnen haben und uns im zweiten das Leben wieder schwer gemacht haben“, erinnerte Löw an die 1:2-Niederlage bei der Euro 2008 gegen Kroatien und das 0:1 bei der WM 2010 gegen Serbien. „Im dritten Spiel standen wir dann wieder unter einer großen Drucksituation. Wir werden versuchen, das zu vermeiden und alles klar zu machen“, erklärte der Chefcoach.

Wahrscheinlich wird Löw an diesem Mittwoch im ukrainischen Charkow gegen Holland dieselbe Elf aufbieten wie beim 1:0 gegen Portugal. Auch Siegtorschütze Mario Gomez rechnet fest mit seinem Einsatz von Beginn an. Die heftige Kritik des ehemaligen Münchner Nationalspielers und jetzigen Trainers der zweiten Bayern-Mannschaft, Mehmet Scholl, an Gomez’ Leistung gegen die Portugiesen konterte der Halb-Spanier mit dem Hinweis auf seine Torquote.

„Ich war in den letzten fünf, sechs Jahren der beste Stürmer in Deutschland und habe in der Champions League in den letzten zwei Jahren nach Messi die meisten Tore gemacht. Ich möchte wissen, warum ich mich ändern soll?“, erklärte Gomez. Lionel Messi vom FC Barcelona hatte in der Königsklasse in den vergangenen zwei Spielzeiten 26 Mal getroffen, Gomez 20 Mal.

Löw machte zuvor die Schotten dicht. Die Vorbereitung der DFB-Auswahl auf das brisante EM-Duell mit dem Fußball-Erzrivalen Niederlande wird zur geheimen Kommandosache. Das Training in Danzig fand an diesem Montag komplett unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Löw will sein Team, in dem alle 23 Spieler einsatzfähig sind, unbeobachtet auf das zweite Gruppenspiel am Mittwoch (20.45 Uhr / Live im F.A.Z.-Ticker) in Charkiw einstimmen. „Die Holländer stehen mit dem Rücken zur Wand. Wenn sie verlieren, scheiden sie womöglich aus“, sagte Lukas Podolski zur Brisanz seines 99. Länderspiels.

Hummels: Wir wollten unbedingt zu Null spielen

Nach dem 1:0-Sieg zum Turnierauftakt gegen Portugal könnte sich die deutsche Elf schon im zweiten Gruppenspiel vorzeitig für das Viertelfinale qualifizieren. Allerdings müsse man sich dafür steigern, meinte Innenverteidiger Mats Hummels: „Es gilt noch mehr zu zeigen als gegen Portugal.“

Der WM-Zweite Holland steht nach seiner 0:1-Auftaktpleite gegen Dänemark unter großem Erfolgsdruck. Von den bislang vier Vergleichen bei EM-Turnieren konnte das deutsche Team nur einen gewinnen.

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Zu einer besonderen Herausforderung könnten die klimatischen Bedingungen am Spielort werden. Für Mittwoch sind in Charkiw tagsüber 30 Grad angesagt. Das Klima war schon eine Erschwernis beim ersten Spiel in Lwiw, berichtete Kapitän Philipp Lahm: „Ich persönlich habe schon nach ein paar Minuten gemerkt, dass es nicht einfach wird.“

Die deutsche Mannschaft fliegt am Dienstag in die Ukraine. In bester Erinnerung ist noch die Galavorstellung beim 3:0-Sieg gegen die Niederlande im Testspiel vom vergangenen November. Thomas Müller, Miroslav Klose und Mesut Özil trafen in Hamburg. „Bei den Holländern wird das ja wohl noch eine Rolle spielen“, kommentierte Podolski.

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„Alle haben das intensive Spiel gegen Portugal ohne größere Blessuren überstanden. Das ist das absolut erfreuliche. Personell gibt es überhaupt keine Probleme. Auch die zuletzt angeschlagenen Miroslav Klose, Per Mertesacker und Mario Götze haben Fortschritte gemacht was den Rhythmus betrifft“, sagte Bundestrainer Löw.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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