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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Fußball-Nationalmannschaft Löw ärgert das Leck

 ·  Bundestrainer Löw ärgert sich, dass seine überraschende Aufstellung schon Stunden vor der Partie gegen Griechenland bekannt wurde. Wo das Leck liegt, ist nicht bekannt. Derweil hat der DFB seine Reisepläne geändert.

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© dpa Wer ist der Maulwurf? Bundestrainer Löw (rechts) und Assistent Flick rätseln

Bundestrainer Joachim Löw ärgert sich über ein Leck im innersten Zirkel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Sein tagelang geheim gehaltener Überfallplan gegen Griechenland mit drei neuen Spielern in der Offensive sickerte nach der internen Bekanntgabe der Aufstellung wenige Stunden vor dem Anpfiff der Viertelfinalpartie an die Öffentlichkeit durch.

Einige Medien informierten vorab über die überraschende Nominierung von Miroslav Klose, Marco Reus und André Schürrle für die Startformation. „Das ist nicht in meinem Sinne, wenn das passiert“, sagte Löw nach dem 4:2-Erfolg am Freitagabend in Danzig und klagte: „Es müssen nicht schon frühzeitig die Karten auf dem Tisch liegen.“

Aufgegangen war sein Plan dennoch, Klose und Reus gehörten sogar zu den Torschützen. Löw rätselt über die undichte Stelle: „Ich kann mir das auch nicht genau erklären, woher das kommt.“ Noch vor dem Spiel gegen die Griechen habe er die Problematik mit der Mannschaft thematisiert.

„Wir haben die Spieler darauf angesprochen. In den entscheidenden Spielen ist es wichtig, den Gegner zu überraschen. Wenn die Aufstellung fünf, sechs Stunden vor dem Anpfiff rauskommt, ist das schwer. Wir müssen sehen, dass es diese Löcher nicht mehr gibt“, sagte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff.

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Löw gibt die Aufstellung an Spieltagen in der Teamsitzung vor dem Mittagessen endgültig bekannt. Schon vorher wissen einzelne Spieler, dass sie auflaufen werden. „Klar, dass die Spieler mit ihren Beratern, Freunden oder wem auch immer mittags telefonieren, sei es aus Freude, dass sie spielen, sei es aus Enttäuschung“, berichtete Löw. Nach dem Gespräch mit der Mannschaft stellte er fest: „Von den Spielern kommt es auf jeden Fall nicht, diese Rückversicherung habe ich. Es sind andere Kanäle, wo es durchsickert.“

Auch vor den Gruppenspielen waren Aufstellungsdetails vorzeitig bekanntgeworden. Ein Telefonverbot für die Spieler vor dem Anpfiff werde es laut Bierhoff aber nicht geben. Der Bundestrainer ärgert sich über den Maulwurf, macht sich aber offenbar keine großen Hoffnungen auf eine strikte Geheimhaltung der Aufstellung vor den kommenden EM-Begegnungen im Halbfinale oder dem möglichen Endspiel. „Es ist nicht nachzuvollziehen, wie das passiert ist. Letztendlich wird man das auch nicht herausfinden“, sagte Löw.

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Der Deutsche Fußball-Bund hat derweil nach dem Einzug der Nationalmannschaft ins Halbfinale seine ursprünglichen Reisepläne verändert. Das Team von Bundestrainer Löw wird am kommenden Mittwoch von Danzig zum Spielort nach Warschau reisen und unabhängig vom Ausgang der Partie gegen Italien oder England nicht mehr in das EM-Stammquartier zurückkehren. Das teilte der DFB am Samstag mit.

Nach dem Halbfinale am kommenden Donnerstag würde die deutsche Mannschaft bei einem Ausscheiden direkt von Warschau aus nach Deutschland zurückfliegen. Bei einem Einzug ins Endspiel am 1. Juli in Kiew würde der DFB-Tross direkt von der polnischen Hauptstadt weiter in die Ukraine reisen und nicht mehr nach Danzig zurückkommen. Das Quartier an der polnischen Ostseeküste war vom DFB bis zum Tag vor dem Finale gebucht worden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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