Erfolg ist nicht planbar, aber man muss das Zeug dazu haben. Seehofer konnte nicht wissen, ob das ZDF nach dem Interview die Kamera weiterlaufen lassen wird, aber als das der Fall war, schaffte er ein Paradestück volksnaher Politik.
Hätte er schon im geplanten Teil seines Interviews so hart und schonungslos gesprochen, man hätte es als Querschießerei eines CSU-Querulanten abgetan. Seehofers Dramaturgie aber teilte seine Aussage in Erwartbares und unerwartet Unverblümtes - die Zuhörer bekamen Argumente zu hören, die Parteifreunde sonst nur in Gremien einsetzen.
Die Art und Weise, in der jemand seinen Wahlkampf führe, sei „nicht seine Privatsache“ - und er ist nach Seehofers Überzeugung auch nicht nur seiner eigenen Partei, in diesem Falle der CDU, sondern stets „der ganzen Union“, also auch der CSU, Rechenschaft schuldig. Damit hat Seehofer nicht nur den Funktionären und den Parteimitgliedern aus der Seele gesprochen, sondern auch Anhängern und tatsächlichen Wählern. Alle wollen im Gegenzug für ihre Unterstützung den maximalen Einsatz der Spitzenpolitiker. Das ist es, was Vertrauen schafft.
Ab dem Zeitpunkt, wo ein Politiker...
Thomas Kobler (ThomasKobler)
- 16.05.2012, 18:02 Uhr
Auch Versagen der Kanzlerin
Carlos Anton (carlosanton)
- 16.05.2012, 17:52 Uhr
Möglicherweise der Beginn einer überfälligen Besinnung ...
Peter Zentner (Caterwaul)
- 16.05.2012, 17:33 Uhr
Herr Hayes, Hilfe bitte
Closed via SSO (KlausTheo)
- 16.05.2012, 15:11 Uhr
Seehofer ist unglaubwürdig
Ralf Kowollik (InterNETkobold)
- 16.05.2012, 15:03 Uhr