Im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf dürften die Kandidaten nach Berechnungen von Finanzexperten insgesamt rund sechs Milliarden Dollar (4,62 Milliarden Euro) ausgeben. Dies seien 13 Prozent mehr als im Jahr 2008, sagte das Center for Responsive Politics, das die Wahlkampfausgaben auf der Internetseite opensecrets.org veröffentlicht, am Mittwoch. Die Ausgaben der beiden Hauptkandidaten, Barack Obama und Mitt Romney, fielen mit 2,6 Milliarden Dollar dagegen um 200 Millionen Dollar niedriger aus als im Jahr 2008.
Die für den Wahlkampf errechnete Summe umfasst die Ausgaben der Kandidaten, ihrer Parteien und all ihrer Unterstützerkomitees. Für die Senats- und Abgeordnetenhauswahlen dürften den Angaben des Zentrums zufolge 1,82 Milliarden Dollar ausgegeben werden. Das entspricht ungefähr der Summe von vor vier Jahren. Dass die Gesamtkosten um rund 700 Millionen Dollar stiegen, geht vor allem auf die Zulassung unabhängiger Komitees zurück. Das Oberste Gericht hatte in einem Beschluss 2010 erlaubt, dass diese Komitees unbegrenzt Spenden von Firmen und Individuen erhalten dürfen.
Die konservativen Komitees haben mit 970 Millionen Dollar deutlich mehr Geld für Wahlkampfspots ausgegeben als die linken Komitees. Zu ihnen zählen auch die sogenannten 501(c)4-Vereine. Diese im Prinzip unpolitischen Vereine müssen die Namen ihrer Spender nicht veröffentlichen. Allein der Verein Crossroads GPS des konservativen früheren Präsidentenberaters Karl Rove hat nach Angaben der Experten 65 Millionen Dollar dieser „Geheimfonds“ ausgegeben.
Freiwillige Spenden und nicht so freiwillige Spenden
Edda Kuhlmann (DTaggert)
- 01.11.2012, 15:08 Uhr
Und Merkel und Steinbrück?
moses pace (astroloop)
- 01.11.2012, 14:50 Uhr