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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Wahl in Amerika Noch nicht entschieden

 ·  Der Wahlkampf in den Vereinigten Staaten bleibt spannend: Mitt Romney hat sich als ebenbürtiger Kandidat präsentiert. Die Wähler, die sich noch nicht festgelegt haben, werden das zur Kenntnis nehmen. Präsident Obama muss kämpfen.

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© AFP Blick von hinten: Präsident Barack Obama und Herausforderer Mitt Romney.

Großes war von Mitt Romney verlangt worden. Der Herausforderer von Präsident Obama müsse den Kampf seines Lebens führen - und gewinnen, müsse seinen Gegner in der ersten Debatte deutlich schlagen. Romney hat Obama nicht am Boden gehabt, aber er hat sich in einer Debatte, die von der Steuer- bis zur Rentenpolitik reichte, als ebenbürtig erwiesen.

Und das war eigentlich das, was Romney, der republikanische Herausforderer, maximal erwarten konnte: Er hat sich den Amerikanern in der Stunde der Wahrheit, in der er sich beweisen und behaupten musste, auf eine Weise gezeigt, die ihn als durchaus wählbar erscheinen lassen. Ob die erste Debatte dem Wahlkampf eine neue Wendung gibt, wie sich das die Republikaner erhoffen, wird sich zeigen.

Zuletzt hatte der Präsident in jenen Staaten, in denen die Wahl entschieden wird, seinen Herausforderer auf Distanz gehalten. Nun kann sich dessen Lager zumindest einen Achtungserfolg gutschreiben, den die Wähler, die sich noch immer nicht festgelegt haben, zur Kenntnis nehmen werden. Romney hat seine Chance genutzt; Hackfleisch hat Obama aus ihm nicht gemacht, im Gegenteil: Es war der Präsident, der phasenweise zu kämpfen hatte.

Fazit also nach dem ersten, mit Anstand geführten Duell, dem zwei weitere folgen werden: Es bleibt spannend, Romney, dem zuletzt nicht viel gelungen war, ist noch im Wettbewerb. Und bei aller Zivilität im Umgang: Diese Präsidentenwahl in den Vereinigten Staaten ist eine glasklare Richtungswahl. Die Wähler werden über das Angebot nicht im Unklaren gelassen. Zu fürchten brauchen sie sich deshalb nicht.

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Jahrgang 1955, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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