Für das Bahnprojekt Stuttgart 21 soll künftig eine Doppelspitze werben. Dem ehemaligen Stuttgarter Regierungspräsidenten Udo Andriof (CDU) wird der Leonberger Unternehmer Wolfgang Dietrich zur Seite gestellt.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) und Bahnchef Rüdiger Grube lehnen einen Baustopp des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21 weiter kategorisch ab. „Meine Hand ist ausgestreckt bei der Ausgestaltung des Projekts“, sagte Mappus am Freitag bei der Präsentation der beiden neuen Projektsprecher in
Stuttgart. „Aber einen Baustopp wird es nicht geben.“ Als möglichen Diskussionsstoff mit den Gegnern nannte Mappus die Gestaltung der Innenstadt.
Auch Grube betonte: „Es wird keinen Baustopp geben. Ich kann meine Arbeit nicht von der Landespolitik oder Landtagswahlen abhängig machen.“ Mappus erklärte mit Blick auf die zeitgleich laufenden Sondierungsgespräche mit den Gegnern des Milliardenprojekts: Wenn das einzige Ziel bei den Gesprächen sei, Stuttgart 21 zu stoppen, dann sei der Dialog hinfällig.
Die neuen Sprecher des Bahnprojekts Andriof und Dietrich werden wie ihr Vorgänger, der SPD-Politiker Wolfgang Drexler, ehrenamtlich arbeiten. Drexler hatte vor wenigen Tagen das Handtuch geworfen, weil seine Partei für einen sofortigen Baustopp von Stuttgart 21 ist.
Sondierungsgespräch zwischen Gegnern und Befürwortern
Auf Vermittlung des Stuttgarter Stadtdekans Michael Brock treffen sich am Freitag erstmals Gegner und Befürworter zu einem Sondierungsgespräch. Vonseiten der Projektpartner sollten der Technikvorstand der Bahn, Volker Kefer, Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) und der Amtschef des baden-württembergischen Umweltministeriums, Bernhard Bauer, teilnehmen. Die Gegner sollten Grünen-Stadtrat Werner Wölfle, der Sprecher des Aktionsbündnisses gegen „Stuttgart 21“, Gangolf Stocker, und der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Peter Conradi vertreten.
In dem Gespräch sollte geklärt werden, unter welchen Voraussetzungen ein Dialog zwischen beiden Seiten möglich ist. Die seit Wochen anhaltenden Proteste gegen „Stuttgart 21“ hatten seit Anfang August mit Beginn der sichtbaren Bauarbeiten an der Fassade des Nordflügels massiven Zulauf bekommen. Bei „Stuttgart 21“ wird der Stuttgarter Hauptbahnhof vom Kopf- zum unterirdischen Durchgangsbahnhof umgestaltet. Das Projekt soll rund vier Milliarden Euro kosten und bis 2019 fertiggestellt werden.
Bestimmte "Fortschritte" und Ihre Notwendigkeit
Rupert Brasch (aepfelundbirnen)
- 24.09.2010, 12:59 Uhr
Interessanter ist die Meldung, dass die Baukonzerne nun sauer sind. Hier zeigt
Jörg de Joop (Staffelberg)
- 24.09.2010, 15:46 Uhr
Nimmermehr vermag ein Bahnhof allein ein solches Feuer zu entfachen!
Harry LeRoy (Cimon)
- 24.09.2010, 16:47 Uhr
Wollten die nicht einen mittelständigen bodenständigen Unternehmer als Sprecher?
K Zinser (klaus_zinser)
- 24.09.2010, 16:48 Uhr
Braucht Stuttgart überhaupt einen Bahnhof?
Gregor Paulus (gdpaulus)
- 24.09.2010, 17:03 Uhr
