Die Sondierungsgespräche zwischen den Projektträgern und Gegnern des Projekts „Stuttgart 21“ sind zum zweiten mal gescheitert. Der Sprecher des Aktionsbündnisses, Gangolf Stocker, sagte, ohne einen Baustopp seien Gespräche nicht sinnvoll.
Der grüne Landtagsabgeordnete Wölfle hatte ein „Innehalten“ gefordert. Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) sagte, es sei schade, dass der Dialog von den Gegnern einseitig aufgekündigt werde.
Auf Anregung des Stadtdekans Michael Brock waren am vergangenen Freitag Vertreter beider Seiten im Haus der Katholischen Kirche zu einem ersten Sondierungsgespräch zusammengekommen. Wölfle betonte, es sei jetzt an den Befürwortern, den nächsten Schritt zu machen. Die Arbeiten am Südflügel des Bahnhofs und das Fällen der Bäume im Park seien vom Bauablauf her noch nicht zwingend. Werde jetzt trotzdem damit begonnen, „dann meinen es die Befürworter mit den Gesprächen auch nicht ernst“.
Bahn: Hand für Dialog weiter ausgestreckt
Es sei von Anfang an klar gewesen, dass die Arbeiten für das Projekt auch während künftiger Gespräche weitergehen müssten, teilte die Bahn mit. Die Hand für einen Dialog bleibe weiter ausgestreckt. Gegen einen Baustopp sprach sich auch der ehemalige Bahnchef Heinz Dürr aus. Vielen Gegnern, wie etwas den Grünen gehe es gar nicht um den Bahnhof sondern um die Macht, sagte er der „taz - die tageszeitung“ (Dienstag): „Die Bahn überlebt, wenn Stuttgart 21 nicht gebaut wird. Aber Stuttgart bleibt dann eben eine Provinzstadt ohne Potenzial.“
Städte- und Gemeindetag in Baden-Württemberg haben eine Kampagne für Stuttgart 21 gestartet. Eine sechsseitige Broschüre werde derzeit an alle Rathäuser verteilt, damit diese ihre Bürger informieren könnten, sagte Städtetagsprecher Manfred Stehle der Nachrichtenagentur dpa. Mit der Aktion wolle der Verband darauf hinweisen, dass das Bauprojekt die Chancen des Landes im europäischen Wettbewerb verbessere. Es gebe keine echte Alternative.
Die Proteste gegen Stuttgart 21 dauern an. Demonstranten besetzten am Montag mehrere Bäume im Schlossgarten. Für den Abend riefen die Gegner erneut zur Montagsdemonstration auf. Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) war zunächst von den Gegnern eingeladen, dann aber wieder ausgeladen worden, weil er die Proteste als „Hetzveranstaltungen“ bezeichnet haben soll.
Verpennt
Chris Rautenberg (recoon)
- 27.09.2010, 20:09 Uhr
Bitte schnell die Bäume fällen etc., damit die Polizisten wieder die anständigen
Christoph Schwiers (C.Schwiers)
- 27.09.2010, 20:13 Uhr
Wann wird das Projekt endlich fertig?
Ferdinand S (chezmoi)
- 27.09.2010, 20:32 Uhr
Herr Duerr hat Recht
Josef Bujtor (Mramorak)
- 27.09.2010, 21:36 Uhr
Warum gibt es überhaupt Gespräche?
Marco Vogt (VogtNuernberg)
- 27.09.2010, 22:31 Uhr
