31.10.2011 · Über zweihundert Einsendungen gab es zum zweiten Kinder- und Jugendbuchwettbewerb „Der Goldene Pick”. Die fünf Teilnehmer der Endrunde stehen fest. Was taugen ihre Texte? Davon kann sich jetzt jeder ein Bild machen. Und seinen Lieblingstext wählen.
Als im vergangenen Jahr der „Goldene Pick“ als gemeinsamer Wettbewerb von Chicken House Deutschland und der F.A.Z. zum ersten Mal ausgeschrieben wurde, setzte sich am Ende die Autorin Regina Dürig durch: Ihr Manuskript „Disneyland“ schildert aus der Perspektive eines Teenagers die Alkoholsucht seines Vaters und deren Auswirkungen auf die Familie. Soeben ist der Text unter dem Titel „Katertag“ bei Chicken House Deutschland erschienen.
Das liegt in der Logik dieses Wettbewerbs für Kinder- und Jugendbuchmanuskripte, an dem nur teilnehmen darf, wer noch kein belletristisches Buch veröffentlicht hat: Der Preis besteht in der Publikation des Siegertextes. Es bedeutet aber auch, dass die Entscheidung der Jury transparent wird: Jeder kann sich ein Bild machen, was für ein Manuskript ausgezeichnet wurde – und auch, gegen welche Konkurrenz es sich letztlich durchgesetzt hat. Denn die fünf Manuskripte, die es bis auf die Shortlist des „Goldenen Pick“ geschafft haben, wurden vor der endgültigen Entscheidung in Auszügen auf FAZ.NET publiziert.
Auch im zweiten Jahr des Wettbewerbs wurden fünf Manuskripte aus mehr als zweihundert Einsendungen ausgewählt. Sie erzählen von Zeitreisen und längst geschlagenen Schlachten, von unsichtbaren Tieren und rappenden Teenagern, von einer Welt, in der das gedruckte Buch zum subversiven Instrument geworden ist und von der Liebe zwischen zwei Jugendlichen, denen mehr aufgebürdet wurde, als sie tragen können. Wir veröffentlichen die ersten Seiten dieser Texte und Kurzvorstellungen ihrer Autoren. Und während die Jury Anfang Dezember über ihren Sieger entscheidet, kann schon jetzt online über den Gewinner des Publikumspreises abgestimmt werden.