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Suez-Kanal Keine Durchfahrt für iranische Kriegsschiffe

17.02.2011 ·  Israel fühlt sich durch eine angeblich geplante Fahrt von zwei iranischen Kriegsschiffen durch den Suezkanal ins Mittelmeer provoziert. Ägypten hingegen sagt, kein iranisches Kriegsschiff stehe auf der Warteliste für die Durchfahrt. Wo die Schiffe jetzt sind, weiß offiziell niemand.

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Die israelische Regierung hat davor gewarnt, dass zwei iranische Kriegsschiffe zum ersten Mal nach 1979 auf dem Weg ins Mittelmeer seien. Eine Fregatte und ein Unterstützungsschiff durchquerten aber nach ägyptischen Angaben bisher nicht den Suez-Kanal. Auch für Freitag stehe kein iranisches Kriegsschiff auf der Warteliste, teilte ein Vertreter der Kanalverwaltung mit.

Militärschiffe brauchen dafür eine Genehmigung des Außen- und des Verteidigungsministeriums in Kairo, die oft kurzfristig ergeht. Die iranische Nachrichtenagentur Fars hatte Ende Januar gemeldet, die beiden Schiffe seien zu einer einjährigen Ausbildungsreise für Marinekadetten aufgebrochen, die sie ins Rote Meer und ins Mittelmeer führe.

Dabei solle auch ein syrischer Hafen angelaufen werden, hieß es in israelischen Presseberichten. Syrien ist Irans wichtigster Verbündeter im Nahen Osten; gemeinsam unterstützen sie die libanesische Hizbuallah-Miliz und die palästinensische Hamas-Organisation. Der israelische Außenminister Lieberman hatte am Mittwoch gesagt, Iran plane, zwei Kriegsschiffe ins Mittelmeer zu entsenden, um damit Israel zu „provozieren“. Das zeige, wie stark das Selbstbewusstsein Teherans mittlerweile sei.

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Drohungen der Hizbullah

Verteidigungsminister Barak hatte in den vergangenen Tagen angeblich Amerika und andere Staaten gebeten, ihren Einfluss in Kairo geltend zu machen und die Schiffe an der Durchfahrt zu hindern. In Israel wächst die Sorge, dass sich nach dem Sturz Mubaraks die Beziehungen zu Ägypten verschlechtern. Im Januar 2009 gestatte Kairo noch einem israelischen U-Boot die Fahrt durch den Suez-Kanal ins Rote Meer. Angesichts eines möglichen israelischen Militärschlags gegen das iranische Atomprogramm war das auch als ein Warnsignal an Teheran gewertet worden. In Israel hatte zudem eine neue Drohung von Hizbullah-Führer Nasrallah Beunruhigung hervorgerufen.

Falls der von Iran unterstützten Miliz ein neuer Krieg „aufgezwungen“ werde, werde man in Nordisrael einmarschieren, sagte Nasrallah. Der israelische Verteidigungsminister Barak sagte, Israel müsse „auf jede Herausforderung“ im Libanon vorbereitet sein, worunter in Jerusalem auch ein abermaliger Einmarsch in das Nachbarland verstanden wurde.

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