08.07.2009 · Der rasant gestiegene Absatz der Lieder kommt für die Rechteinhaber einer wieder erteilten Lizenz zum Gelddrucken gleich. Doch auch der postume Erfolg von Michael Jackson kann die Plattenindustrie nicht retten: Die Zahl der Plattenverkäufe insgesamt sinkt stetig.
Von Hendrik AnkenbrandRichtlinien für Lesermeinungen
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Achja? Welche "Vermarktungswelle"? Fakt ist, dass offenbar viele Menschen aufgrund des Todes von Michael Jackson seine "Tonträger" kaufen. Und zwar ohne Werbung - ich jedenfalls habe keine gesehen oder gehört.
Na und? War das nicht bei jedem Star so, der gestorben ist?
"Lizenz zum Gelddrucken" - Was ist das denn für ein journalistisch unterirdisches Diktum?
Sollten wir darüber reden, welche Plattenverkäufe hochliefen, als John Lennon erschossen wurde?
Das ist ein schlechter und geradezu dämlicher Artikel. Natürlich kann man die Probleme der "Plattenindustrie" thematisieren. Michael Jackson als "Aufreißer" ist aber nun wirklich blöd. Denn gerade dessen Platzierungen in den Charts hat nichts, aber auch gar nichts mit "Vermarktung" zu tun - sondern nur damit, dass der arme Kerl gestorben ist.
Gruß,
Stephan Mette
Die Jacksons verdienen wieder Millionen, klar ist sein Tod tragisch, aber der damit einhergehende Kapitalismus schlägt dem Fass den Boden aus.
Hendrik Ankenbrand Jahrgang 1978, Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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