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Tierseuche Vogelgrippe in Spanien

07.07.2006 ·  Erstmals ist der gefährliche Vogelgrippe-Erreger H5N1 in Spanien festgestellt worden. Das Virus wurde in einem verendeten Haubentaucher nahe Vitoria im Norden des Landes entdeckt.

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Das gefährliche Vogelgrippe-Virus H5N1 ist nun auch erstmals in Spanien aufgetaucht. Es wurde bei einem toten Haubentaucher (Podiceps cristatus) nachgewiesen, der in einem See nahe Vitoria im Norden Spaniens gefunden worden war, wie das Agrarministerium am Freitag in Madrid mitteilte.

Der Erreger sei von dem Nationalen Referenzlabor in der spanischen Hauptstadt festgestellt worden. Nach Angaben der UN-Organisation für Tiergesundheit in Paris ist das Virus H5N1 inzwischen in mehr als 50 Ländern nachgewiesen worden.

Vogel-Kolonie offenbar gesund

Die spanischen Gesundheitsbehörden warnten vor Panikmache. Die Gefahr für den Menschen sei nahezu gleich Null. Zudem gebe es in der Gegend um den Fundort keine Geflügelbetriebe. Bei dem tot aufgefundenen Haubentaucher handle es sich möglicherweise um einen Einzelfall. Die anderen Vögel der Kolonie in dem Salburua-Feuchtgebiet nahe Vitoria seien nach ersten Erkenntnissen gesund.

Dennoch seien eine Schutzzone von drei Kilometern rund um den Fundort eingerichtet und in der Gegend eine Stallpflicht verhängt worden. In einem Umkreis von zehn Kilometern gelten zudem von sofort an schärfere Kontrollen.

Strauße in Südafrika getötet

Schon am ersten Juli-Wochenende war ein H5N2-Ausbruch, eine weniger gefährliche Variante der Vogelgrippe erstmals auch aus Südafrika gemeldet worden. Eine Straußenfarm bei Mossel Bay wurde unter Quarantäne gesetzt, alle 60 Tiere mußten getötet werden. Südafrikanisches Straußenfleisch wird zu 90 Prozent nach Europa exportiert, doch wurden alle Exporte bis auf weiteres gestoppt.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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