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Tierseuche Neue Vogelgrippewelle: Deutschland fühlt sich gerüstet

 ·  Eine Tote in Ägypten, befallene Geflügelbestände in Russland, Ungarn und Großbritannien: die Vogelgrippe ist zurück. Nach Ansicht des Bundslandwirtschaftsministeriums ist Deutschland ausreichend auf neuen Ausbruch der Tierseuche vorbereitet.

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Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in Großbritannien und Ungarn sieht sich die Bundesregierung für den Fall eines neuerlichen Ausbruches in Deutschland gut gewappnet. „Wir haben hinreichend gute Schutzmaßnahmen ergriffen, die werden auch beachtet“, sagte eine Sprecherin des Bundesagrarministeriums am Dienstag. Frankreich erhöhte dagegen seine Sicherheitsvorkehrungen; in Brüssel beriet der ständige Ausschuss für Tiergesundheit. Mehrere Länder verhängten einen Importstopp für britisches Geflügel. In Ägypten starb eine junge Frau nach einer Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1.

Die Sprecherin des Agrarministeriums betonte, angesichts des Winters bestehe die Gefahr, dass die Vogelgrippe zurückkehre. Ganz entscheidend sei deshalb, die bestehenden Schutzmaßnahmen wie das Aufstallungsgebot zu beachten. Neue Maßnahmen oder Änderungen bei der Gesetzeslage seien hingegen nicht notwendig. Vor einem Jahr waren auf Rügen erstmals Tiere entdeckt worden, die mit der aus Asien stammenden, hoch ansteckenden Form des Virus H5N1 verseucht waren.

Frankreich verschärft Überwachung

In Frankreich verschärfte das Agrarministerium die Maßnahmen zur Überwachung und zum Schutz von Geflügel. Damit steigt die Risikoeinschätzung auf der Skala der französischen Behörde für Nahrungsmittelsicherheit (AFSSA) von „vernachlässigbar“ auf „gering“. Premierminister Dominique de Villepin kündigte am Dienstag eine „neue Version“ des Aktionsplans gegen die Vogelgrippe für die kommenden Tage an.

Video: Zehntausende Puten auf englischer Farm getötet

Russland, Japan, Hongkong, Südkorea und Südafrika untersagten vollständig die Einfuhr britischen Geflügels, wie eine Sprecherin des britischen Landwirtschaftsministeriums mitteilte. Die Ukraine erließ nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax ein vorläufiges Einfuhrverbot. Mehrere europäische Länder kündigten verschärfte Kontrollen an. Auf der betroffenen Farm im Osten Englands ist inzwischen die Massenschlachtung von 160.000 Tieren beendet worden. Die Besitzer müssen nun das gesamte Gelände auf eigene Kosten desinfizieren.

H5N1 auch in Südrussland nachgewiesen

Die Vogelgrippe erreichte auch den Süden Russlands. Wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf die Verbraucherschutzagentur berichtete, wurde das auch für den Menschen gefährliche H5N1-Virus schon Ende Januar in einer Zucht in der Region Krasnodar nachgewiesen.

Die in Ungarn und Großbritannien aufgetretenen Vogelgrippen-Viren haben denselben Ursprung, wie ein Vertreter der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) am Dienstag in Paris mitteilte. Es handele sich um die aus Asien stammende, hoch ansteckende Form des Virus H5N1.

Schon fünf Vogelgrippe-Tote in Ägypten

Bei dem Todesopfer in Ägypten handelte es sich um ein 17 Jahre altes Mädchen aus der Provinz Fayyum rund 100 Kilometer südlich von Kairo. Sie war damit nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO das fünfte Todesopfer in dem Land binnen sechs Wochen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP
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