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Tierseuche 37. Vogelgrippe-Tote in Indonesien

05.06.2006 ·  In Indonesien ist der 37. Todesfall durch die Vogelgrippe zu beklagen. Die Weltbank beklagt unterdessen, das von den Staaten versprochene Gelder für den Kampf gegen die Seuche bisher nicht bereitgestellt wurden.

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Der Vogelgrippe sind in Indonesien nunmehr mindestens 37 Menschen zum Opfer gefallen. Die WHO hat bestätigt, daß der Tod eines 15 Jahre alten Jungen im Westen der Insel Java auf das gefährliche H5N1-Virus zurückging.

Der Jugendliche hatte sich nach Behördenangaben bei erkranktem Geflügel infiziert. Das Testergebnis eines siebenjährigen Mädchens aus Jakarta, das allem Anschein nach ebenfalls an Vogelgrippe starb, steht weiterhin aus. Der zehnjährige Bruder der Kleinen war drei Tage vor ihr unter ähnlichen Symptomen gestorben. Er wurde jedoch beerdigt, ohne daß Gewebeproben entnommen wurden.

In Indonesien gibt es nach Erkenntnisse der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die bislang meisten Vogelgrippe-Opfer nach Vietnam, wo schon 42 Menschen dem tödlichen Erreger zum Opfer fielen.

Länder halten Versprechen nicht

Unterdessen teilte die Weltbank mit, daß nur wenige Staaten ihre Zusagen für Finanzmittel zum Kampf gegen die Vogelgrippe bisher eingehalten haben. Von der im Januar versprochenen Gesamtsumme von fast zwei Milliarden Dollar (1,56 Milliarden Euro) seien bislang erst 286 Millionen Dollar eingegangen, heißt es in einem Bericht. Von den 34 Ländern, die im Januar bei einer Konferenz in Peking Zusagen getroffen hätten, hätten nur die Schweiz, Finnland, Tschechien und Japan ihre Verpflichtungen voll erfüllt.

Den Angaben zufolge leistete Japan den größten Beitrag mit 158 Millionen Dollar. Die Schweiz stellte demnach 4,7 Millionen Dollar zur Verfügung, Finnland 3,4 Millionen und Tschechien 200.000 Dollar. Die Vereinigten Staaten hätten von zugesagten 334 Millionen Dollar erst 71 Millionen überwiesen. Der seit Ende 2003 vor allem in Asien grassierenden Vogelgrippe sind weltweit schon mindestens 127 Menschen zum Opfer gefallen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP, Reuters
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