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Nur eine Medaille Enttäuschende WM für deutsche Snowboarder

21.01.2007 ·  Eine rundum enttäuschende Bilanz haben die deutschen Snowboarder nach der WM in Arosa ziehen müssen. Der Mangel an konkurrenzfähigen Athleten dokumentiert die vielfältigen Probleme des Verbandes.

Von Michael Eder, Arosa
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Eine rundum enttäuschende Bilanz haben die deutschen Snowboarder nach der Weltmeisterschaft in Arosa ziehen müssen. Außer dem zweiten Platz von Amelie Kober im Parallel-Riesenslalom haben die Fahrer des deutschen Snowboardverbandes (SVD) keine einzige Top-Ten-Plazierung erzielt, nachdem auch der abschließende Wettbewerb in der Halfpipe im Finale ohne deutsche Beteiligung stattfand.

Es siegte, wie schon im Big-Air-Springen, der Franzose Mathieu Crepel, als bester DSV-Starter schied Altmeister Xaver Hoffmann in der zweiten Qualifikationsrunde aus. Der mit großen Erwartungen in den Wettkampf gegangene Olympia-Achte Christophe Schmidt brachte in der vom Dauerregen aufgeweichten Halfpipe keinen Lauf fehlerfrei ins Ziel und schied früh aus.

Deutschlands Bester ohne Interesse

Das schwache Abschneiden der deutschen Fahrer dokumentiert die vielfältigen Probleme des Verbandes. In den alpinen Disziplinen verfügt er neben Amelie Kober und Isabella Laböck, die im Parallel-Slalom immerhin ins Viertelfinale kam, über keine weiteren konkurrenzfähigen Athleten, was auch für die olympische Disziplin Snowboardcross gilt. Die deutschen alpinen Herren enttäuschten in Arosa in allen Wettbewerben, und Besserung ist nirgendwo in Sicht. Auch in den publikumswirksamen Freestyle-Disziplinen Halfpipe und Big-Air-Springen drohen die Deutschen den Anschluss zu verlieren.

Größtes Problem: In Deutschland gibt es nach wie vor keine Trainingsmöglichkeit für die olympische Disziplin Halfpipe. Ein ehrgeiziges Sportstättenprojekt, das den Bau und Betrieb einer wettkampftauglichen Halfpipe in Berchtesgaden vorsah, ist gerade gescheitert. Bei der vom internationalen Skiverband in Arosa ausgerichteten Snowboard-WM, bei der die amerikanischen Halfpipe-Stars fehlten, wurden der große Abstand deutlich, den die deutschen Fahrer, Amelie Kober ausgenommen, zur Weltspitze haben.

Der einzige Fahrer, der in einer der Freestyle-Disziplinen, dem Big-Air-Springen, die Chance gehabt hätte, Weltmeister zu werden, ist David Benedek. Doch der Münchner, der von einem amerikanischen Magazin zweimal zum „Snowboarder des Jahres“ gekürt wurde, hat kein Interesse an Veranstaltungen des Skiverbandes.

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Jahrgang 1957, Sportredakteur.

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