27.10.2006 · Die 18jährige Snowboarderin Amelie Kober ist „Juniorsportlerin des Jahres 2006.“ Die Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele in Turin überzeugte die Jury der Stiftung Deutsche Sporthilfe mit „sportlicher Leistung und fröhlichem Auftreten“.
Die 18jährige Snowboarderin Amelie Kober ist „Juniorsportlerin des Jahres 2006“. Die Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele in Turin wurde am Freitagabend in München von der Stiftung Deutsche Sporthilfe (DSH) mit dem wichtigsten Nachwuchspreis im deutschen Sport ausgezeichnet.
Als „Juniorsportler Mannschaft des Jahres 2006“ ehrte die Sporthilfe auf ihrem „Fest der Begegnung“ die Ruderinnen Kerstin Hartmann (Ulm) und Katrin Reinert (Heilbronn). Die beiden 18jährigen hatten in diesem Jahr die Junioren- Weltmeisterschaft im Zweier ohne Steuerfrau gewonnen.
„Seit zwei Jahren scharf“ auf die Auszeichnung
„Nicht allein die sportliche Leistung von Amelie überzeugt. Mit ihrem fröhlichen Auftreten und ihrem fast spielerischen Umgang mit den Medien gibt sie dem Snowboard-Sport in Deutschland ein Gesicht“, begründete der DSH-Vorsitzende Hans Wilhelm Gäb die Ehrung Kobers.
Die Olympia-Zweite aus Miesbach setzte sich gegen neun Mitbewerber durch und verwies mit 89 von 100 möglichen Punkten die fünffache Biathlon-Juniorenweltmeisterin Magdalena Neuner (Wallgau) und den Tischtennis-Jugendweltmeister Patrick Baum (Worms) auf die Plätze. Sie sei „seit zwei Jahren scharf“ auf diese Auszeichnung gewesen, sagte Kober, die in dieser Saison den Snowboard-Weltcup anführt.
Ausbildungsstipendien
Sonderpreise verteilte die Jury unter Vorsitz von Thomas Bach, dem Vorsitzenden des Deutschen Olympischen Sportbundes, an den 20 Jahre alten querschnittsgelähmten Rollstuhlfahrer Alhassane Baldé (Behindertensport) aus Bonn und an den 18jährigen dreifachen Schwimm-Europameister Björn Koch (Gehörlosensport) aus Fürth.
Die zum 29. Mal vergebenen Auszeichnungen sind mit Ausbildungsstipendien verbunden. Platz eins ist mit 6000, Platz zwei mit 4500 und Platz drei mit 3000 Euro dotiert. Die übrigen sieben in die Vorauswahl genommenen Junioren-Sportler erhalten Stipendien in Höhe von je 1500 Euro. Die Gewinner der Sonderpreise dürfen sich über 3000 Euro freuen, die Mitglieder der Junioren-Mannschaft des Jahres über jeweils 2000 Euro. Im vergangenen Jahr hatte die Sporthilfe den Radsportler Maximilian Levy als „Juniorensportler des Jahres“ geehrt.