13.10.2008 · Die Schach-WM in Bonn zwischen Titelinhaber Viswanathan Anand aus Indien und Wladimir Kramnik (Russland) geht über zwölf Partien. Der Wettkampf verspricht spannend zu werden, weil beide Supergroßmeister über unterschiedliche Stärken verfügen.
Die Schach-Weltmeisterschaft zwischen Titelinhaber Viswanathan Anand aus Indien und dem aus Russland stammenden Wladimir Kramnik beginnt am Dienstag in Bonn. In zwölf Partien werden die beiden Spieler, die schon 1989 zum ersten Mal gegeneinander angetreten sind, bis zum 2. November gegeneinander antreten. Weltmeister wird, wer mehr als sechs Punkte holt. Steht es am Ende 6:6, entscheidet ein Tiebreak (siehe: Schach-Weltmeister Anand: „Am Brett fragt man sich, ob man sich richtig erinnert“ ).
Unabhängig davon, wer gewinnt, bekommen beide für das Match 750.000 Euro. Anand wie auch Kramnik gehören bereits seit Mitte der neunziger Jahre zu den besten Schachspielern der Welt. Der anstehende Wettkampf verspricht spannend zu werden, weil beide Supergroßmeister zwar als in allen Facetten des Sportes gut ausgebildet gelten, aber dennoch über unterschiedliche Stärken verfügen. Kramnik gilt als der positionelle, mehr an strategischen Merkmalen ausgerichtete Spieler. Außerdem hat er eine beeindruckende Zweikampfbilanz vorzuweisen, in der vor allem heraussticht, wie er im Jahr 2000 den damaligen Weltmeister Garri Kasparow entthronte. Danach hat er seinen Titel in zwei Duellen verteidigen können, zuletzt im Jahr 2006 gegen den Bulgaren Wesselin Topalow.
Ein Jahr darauf wurde in Mexiko die Weltmeisterschaft als Turnier zwischen den damals acht stärksten Spielern der Welt ausgespielt. Durchsetzen in dem Feld konnte sich Anand, der nicht erst seitdem als der beste Turnierspieler der Welt gilt. Anand gewann, allerdings wurde in dem Vertrag für Mexiko festgehalten, dass der Sieger dort seinen Titel in einem Duell gegen Kramnik verteidigen muss. Dieser Kampf beginnt übermorgen.
Remis
Franz Müller (Franzy)
- 14.10.2008, 13:37 Uhr