02.10.2007 · Von Burma sieht man in diesen Tagen nur Schreckensbilder: Das Militär bekämpft die Bevölkerung, es gibt Tote und Verletzte. Kann man, konnte man überhaupt je nach Burma reisen und dort Urlaub machen? Michael Hanfeld konnte es. Ein Bericht aus einem wunderbaren, unterdrückten Land.
Von Michael HanfeldMan kann im Augenblick niemandem empfehlen, nach Burma zu fahren. „Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Myanmar wird derzeit abgeraten“, schreibt das Auswärtige Amt. Mit Recht. Die Hauptstadt Rangun ist für Touristen spätestens zur No-Go-Area mutiert, seit die Soldaten der Junta begonnen haben, auf die friedlichen Demonstranten in den Straßen zu schießen. Die berühmte Schwedagon-Pagode und die sie umgebenden Straßenzüge sind zum Sperrgebiet erklärt und abgeriegelt worden.
Dass gerade diese Stelle ein Brennpunkt ist, überrascht nicht. Das 98 Meter hohe Heiligtum, das jeder Tourist gesehen haben will, ist der friedlichste, aber wirkmächtigste Ort in einer zu anderen Zeiten gespenstisch stillen Stadt. Ein mystischer Versammlungsplatz, auf dem niemand einfach nur so herumspaziert. In ihrem Gold, schrieb Somerset Maugham, leuchte die Pagode „wie eine plötzliche Hoffnung in der Seele der Nacht“. Sie leuchtet den Burmesen, und sie leuchtet den ausländischen Besuchern. Von hier und von den Klöstern geht jetzt nach 1988 zum zweiten Mal der Protest gegen das stalinistische Regime aus. Hier, auf dem Tempelberg, auf dem sich täglich Tausende treffen, um zu beten und zu diskutieren, sammelt sich das Volk, das die Generäle so sehr fürchten, dass sie vor zwei Jahren über Nacht mit Sack und Pack und dem ganzen Regierungsapparat in eine moskitoverseuchte Einöde namens Naypidaw im Landesinneren geflüchtet sind. Ihre Truppen haben sie dagelassen. Wir wissen, warum.
Die Schwierigkeit, sich Burma zu nähern, ist eine Frage der Reisemoral, aber sie beginnt schon beim Namen. Ist es Burma, Birma oder Myanmar? Heißt die Hauptstadt Rangun oder Yangon? Burma nannten die Briten das Land, das sie im neunzehnten Jahrhundert ihren indischen Kolonien zuschlugen, von Birma sprachen die Portugiesen. Burma hieß auch noch Burma, nachdem Aung San, der Vater der seit Jahren unter Hausarrest stehenden Freiheitskämpferin Aung San Suu Kyi, das Land in die Unabhängigkeit führte, deren ersten Jahrestag er nicht mehr erlebte. Er wurde mitsamt seinem halben Kabinett von einem Rivalen ermordet. Von Myanmar spricht die Militärjunta, die seit dem Putsch des Generals Ne Win im Jahr 1962 regiert. 1989, als sie die letzte friedliche Revolution blutig niedergeschlagen und mehrere tausend Dissidenten ermordet hatte, kamen die Führer des Regimes auf die Idee, Burma so zu bezeichnen, wie es in der Landessprache seit jeher genannt wird: Myanmar. Die Opposition erkennt den Namen nicht an und beharrt auf: Burma.
Burma: Die Mönche sind das Volk
Eine Invasion von See her
Soll man dieses Land Burma nun bereisen, als Tourist? Gute Miene machen zu dem Spiel, das die brutale Armee „Tatmadaw“ mit den Menschen treibt? Oder soll man wegbleiben? In scheinbar friedlichen Zeiten sieht man kaum einen Soldaten, doch erkennt man schnell, dass der Schein trügt. Das Regime hat seine Augen und Ohren überall. Über die wichtigen Dinge wird leise gesprochen. Und unterhält man sich mit nur einem Burmesen, der sich unbeobachtet fühlt, bröckelt die in den Tempelbezirken in prächtigem Gold erstrahlende Fassade im Nu. Die Burmesen erzählen, dass die Generäle sich abgesetzt hätten an den Ort, den niemand kennt, weil sie eine Invasion der Amerikaner von See her befürchteten. Oder weil sie einem bekannten Wahrsager glaubten, bei dem sich jeder für zwanzig Dollar die Zukunft vorhersagen lassen kann. Die Burmesen erzählen sich die unglaublichsten Witze über die Generäle, über deren Grausamkeit, Paranoia und Raffsucht. Ohne ihre Bajonette, ohne die 400 000 Mann starke Armee, die schon Kinder in ihren Dienst presst, und ohne den großen Bruder, die Chinesen, die die Bodenschätze Burmas ausbeuten, wären die Militärs nichts.
Man muss davon ausgehen, dass die Generäle an jedem Dollar, den ein Tourist in Burma ausgibt, mitverdienen. Ein Dollar, das ist der durchschnittliche Tagesverdienst. Von jedem einzelnen Dollar - der eigentlichen Währung Burmas, den landeseigenen „Kyat“, traut niemand, und man kann sich auch nichts dafür kaufen außer Grundnahrungsmitteln -, von jedem Dollar, den ein Burmese an einem Reisenden verdient, kann er seine Familie einen Tag lang ernähren; fünf bis sechs Dollar kostet ein Sack Reis - als Reisender bekommt man dafür eine ganze Rolle der von Hand gedrehten Cheroot-Zigarren, die Straßenhändler im ganzen Land verkaufen. Sie sind, als kleine Partisanenunterstützung fürs einfache Volk, auch Nichtrauchern dringend zu empfehlen. Es ist nur die Frage, ob man sie bei der Heimreise durch den Zoll bekommt.
Einen Schatz hüten
Doch die Devisen in kleiner Münze sind nur ein Grund, die Kardinalfrage mit „Ja“ zu beantworten, ob man als Tourist nach Burma reisen soll. Die Burmesen hüten mit ihrem Land einen Schatz, den man auch als wacher Tourist durch seine schiere Präsenz gegen den Zugriff der Militärs verteidigen kann. Denn wir sehen, dass die Junta die Menschen zwar unterdrücken kann, die jahrtausendealte Geschichte dieser Kulturnation mit ihren acht verschiedenen Völkerschaften aber nie in ihrem kruden ideologischen Sinne eines „asiatischen Sozialismus“ wird verbiegen können, hinter dem sich nichts verbirgt als korrupte Despotie.
So wie Burma ist in der Tat kein anderes Land auf dieser Welt, derart aus der Zeit gefallen und in einer rückständigen Armut befangen, die nur Naivlinge für eine Idylle halten können. Dass sie erzwungen ist um den Preis einer absurden Diktatur, erschließt sich jedem, der seine sieben Sinne beisammen hat. Die unverbrüchliche religiöse Kultur Burmas teilt sich niemandem mit ohne Blick auf die aktuelle Lage. Dafür sorgen die Burmesen schon selbst, auch wenn sie es scheinbar nicht können und jedes Zeichen von Dissidenz Lebensgefahr bedeutet. Sie geben jedem der wenigen zehntausend Touristen, die sich im Land verlieren, versteckte Zeichen. Sei es in der Hauptstadt Rangun, auf einem Dorfmarkt, auf dem sagenhaften Tempelfeld von Bagan, wo 4500 Pagoden in jeder Himmelsrichtung bis zum Horizont reichen, oder in der alten Kolonialhauptstadt Mandalay, bei der Engländer gleich an Rudyard Kiplings Gedicht „Road to Mandalay“ denken, in dem es - natürlich - um eine wunderschöne Frau geht, die, gleich einer asiatischen Lorelei, einen englischen Soldaten zur Rückkehr ruft, um fliegende Fische im Irawadi, dem längsten Fluss Asiens, und um einen Sonnenuntergang, der mit Donnerhall über die Erde kommt.
Pagoden für die Generäle
Vom Irawadi aus kann man Mandalay auch heute noch durch Kiplings Augen betrachten. An den Ufern links und rechts und wie an Perlenketten aufgezogen auf den Hügelrücken um die Stadt herum reihen sich die Tempelanlagen aneinander. Und auch das Schiff, das der Kapitän im Winter, der hier der trockene Sommer ist, im Schritttempo durch das immer flachere Flussbett manövriert, heißt nach Kiplings Gedicht. In Dienst genommen aber wird die „Road to Mandalay“ in Deutschland im Juli 1964, als „Köln-Düsseldorfer“ schippert sie Tagesausflügler über den Rhein. Dreißig Jahre später kauft die „Orient-Express Hotels, Trains & Cruises“ den Kahn, transportiert ihn im Bauch eines Schiffstransporters über den Ozean, rüstet ihn zu einem Luxus-Liner mit 72 Kabinen um und schickt die „Road to Mandalay“ im Januar 1996 auf Jungfernfahrt von Mandalay nach Bagan. Prinzessin Marina von Griechenland nebst Prinz Michael, Helena Bonham Carter und den Prinzen Michael von Kent nennt die Reisegesellschaft als illustre Einstiegsgäste. Seitdem fährt das Schiff die 180 Kilometer lange Strecke hin und her.
Zu Land bewegt man sich in alten Bussen oder mit der Esels-Rikscha, die sich in Bagan empfiehlt, um die prächtigsten der 4500 Pagoden zu erreichen. Gegen Abend liefern sich die Rikscha-Fahrer kleine Wettrennen, um die Touristen zu den Pagoden mit dem besten Ausblick zu karren. Dort werden sie von Kindern empfangen, die mit Geschick und freundlicher Penetranz Ansichtskarten oder kleine kunsthandwerkliche Gegenstände feilbieten. „Make me happy, Mister, please buy.“
Buddhistisches Jerusalem
Dem Zauber des Ortes tut das keinen Abbruch. Die Ebene von Bagan ist seit dem dritten oder vierten Jahrhundert vor Christus besiedelt, vor tausend Jahren war sie die Hauptstadt des burmesischen Reichs, und in jedem Jahrhundert errichteten die Herrscher oder reiche Kaufleute Pagoden, deren Pracht die der vorangegangenen überstrahlen sollte. Als buddhistisches Jerusalem wird Bagan bezeichnet. Die Bewohner des alten Dorfes Bagan haben die Militärs vor zwanzig Jahren zwangsumgesiedelt, derweil sie selber sich hier selbst als Baumeister moderner Pagoden betätigen, was ihnen nicht nur die Unesco übelnimmt, die Bagan zum Weltkulturerbe erklärt hat. Zu sehen bekommt man die neuzeitlichen Bauten allerdings nicht. Und die Burmesen glauben keine Sekunde daran, dass die Generäle mit diesem Gotteserweis dem Nirwana, dem Paradies, nur einen Schritt näher kommen. Denn nicht sie sind es, die ein Leben in Kargheit führen, was den Menschen der Erlösung nahebringt, die darin besteht, nicht wiedergeboren zu werden. Wobei sich die meisten Burmesen wünschen dürften, dass niemand aus der Generalskaste je wiedergeboren wird.
Bestaunen kann man in Bagan Bauwerke wie die prächtige Schwezigon-Pagode oder die Ananda-Pagode, die mit ihrem mächtigen weißgetünchten Hauptschiff und dem vergoldeten Turm aussieht wie eine Mischung zwischen Kölner Dom und Cape Canaveral. In ihrem Innern stehen vier neun Meter hohe Buddha-Statuen, in jede Himmelsrichtung eine, wobei ein Buddha dem Besucher den Gefallen erweist, ihn beim Näherkommen nach zunächst ernster Miene mit einem immer freundlicheren Lächeln zu empfangen.
„Land des Lächelns“
Wäre die Bezeichnung „Land des Lächelns“ nicht an Franz Lehars Operette und an China vergeben und nicht zum Überdruss zitiert, dürfte man sie an Burma weiterreichen. Die freundliche Gelassenheit der Menschen kennt scheinbar keine Grenzen, doch erleben wir ja gerade, dass auch ihre Leidensfähigkeit endlich ist, da zwanzig Jahre nach der Niederschlagung des letzten friedlichen Aufstands Hunderttausend gegen das Regime aufbegehren.
Dass dabei die Mönche eine besondere Rolle spielen und dass die Junta begonnen hat, die Klöster abzuriegeln, verwundert nicht und zeigt zugleich, dass ganz Burma aufsteht. Die Mönche nämlich sind nicht ein Teil der Gesellschaft, sie sind das Volk. Zwar sind der Zahl nach von zirka fünfzig Millionen Burmesen „nur“ etwa 400 000 oder eine halbe Million Mönche und rund 20 000 Nonnen. Doch ist im Theravada-Buddhismus der Burmesen jeder aufgefordert, mindestens einmal in seinem Leben für längere Zeit ins Kloster zu gehen. Das Kloster ist die Schule der Nation, gegen deren lebenslange Prägung auch die mehr als vierzigjährige Indoktrination und die Propaganda vom burmesischen Weg zum Sozialismus nichts ausrichten.
Die Prozedur wiederholt sich
Im Alter von neun Jahren werden Jungen in der Regel als Novizen in ein Kloster geschickt, für mehrere Wochen oder Monate. Die Prozedur wiederholt sich, es gibt Mönche auf Zeit und solche, die ihr Leben dem Kloster widmen, stetig in Armut leben und um ihr tägliches Auskommen betteln. Für die Frauen ist der Gang ins Kloster oft endgültig. Die jungen Mädchen werden nicht gefragt, sondern ins Kloster geschickt, denn dort kosten sie die Familie keinen Unterhalt mehr. Auch die Reisebegleiterin auf der „Road to Mandalay“ war im Kloster und will, wie sie uns freudestrahlend erzählt, bald wieder hin.
Die Verbundenheit mit der buddhistischen Lehre, die uns wie ein philosophisches Seminar erscheint, das mit den Regeln für ein gutes, tugendhaftes Leben bekannt macht, auf dass man durch Meditation, tätiges Mitgefühl und Weisheit sich vom ewigen Kreislauf des Leidens befreie, bezeugen nicht nur die Mönche.
Jeden Abend ist etwa auf dem Tempelberg der Schwedagon-Pagode in Rangun Kehrstunde. Es ist ein Donnerstag, an dem wir die Pagode besuchen, und also fegen und wischen alle am Donnerstag Geborenen den Boden. Zuerst laufen die Mädchen und jungen Frauen in Reihe, dann folgen die jungen Männer mit großen Besen und schließlich - mehr plaudernd denn feudelnd - die älteren Damen. In langen Reihen sorgen sie gemessenen Schrittes für Reinheit. Morgen sind die Freitagsgeborenen dran. Mitmachen, erzählt unsere Reiseführerin, könne jeder Burmese, denn so gut wie jeder sei schließlich Buddhist und wisse, an welchem Wochentag er geboren ist, das erkenne man doch am Namen. Womit wir auch endlich verstanden hätten, warum so viele Burmesen die gleichen, nur in Nuancen verschiedenen Namen tragen. Nachnamen, die die familiäre Herkunft ausweisen, gibt es nicht. Dafür unheimlich viele Leute mit dem gleichen Namen.
Es gibt wenige Autos
Gleich sind die Burmesen auch in ihrer Armut. In der Hauptstadt Rangun gibt es wenige Autos und keine Motorräder. Und es wird auch nicht gehupt. Hupen ist verboten. Motorräder sind es auch. Doch wer sollte sich schon eine Motorisierung leisten? Ein japanischer Gebrauchtwagen kostet wegen der Einfuhrzölle 120.000 Dollar. Ein Land Cruiser, den man außerhalb Ranguns braucht, wenn man auf den verwitterten Straßen vorwärtskommen will, kostet 180 000 Dollar. Einen Handy-Vertrag gibt es nicht unter 3500 Dollar. Der Durchschnittsverdienst eines Burmesen liegt, wie gesagt, bei einem Dollar pro Tag. Die irrsinnigen Preise sind der Korruption geschuldet, Militärs wie Beamte halten die Hand auf.
Doch es gibt, werden wir bei einer Führung in Rangun belehrt, große Reichtümer. Es gibt hundertfünfzig bengalische Tiger und sechstausend wilde Elefanten. Die Hälfte des Landes, das ungefähr so groß ist wie Frankreich und Deutschland zusammen, ist mit Wald bedeckt. 700 000 Teak-Bäume werden jedes Jahr gefällt. 350 000 Touristen kommen angeblich jährlich nach Burma. Oder waren es 120 000? Irgendeine Stelle des absurden Regierungsapparates muss die amtlich bestellten Touristenbetreuer mit unermesslich vielen Statistiken füttern. Ein Amt für Zahlenerhebung, das unnützes Wissen verbreitet und damit die schöne neue Welt auskleidet, die Burma nicht ist.
Aus der Mitte kommen die „Giraffen-Frauen“
Wer wissen will, wie Burma wirklich ist, warum es bezaubert und wieso man davon nicht loskommt, dem sei schließlich als Reiselektüre das Buch „From the Land of Green Ghosts“ von Pascal Khoo Thwe empfohlen. Darin beschreibt Pascal Khoo Thwe seine Geschichte und die seines Landes in einem. Die Geschichte eines jungen Mannes vom Stamme der Padaung, aus deren Mitte die „Giraffen-Frauen“ kommen, die ihre Hälse mit metallenen Reifen künstlich verlängern; die Schlangengerichte mit Marihuana-Sauce essen, an die 37 „grünen Geister“ glauben, die anderswo „Nats“ heißen, und die doch katholisch sind. Und die, wie viele andere Stämme, von den Militärs gnadenlos verfolgt werden. Pascal Khoo Thwe war als Studentenführer bei der ersten friedlichen Revolution Burmas dabei. Nur dank der wunderlichen Begegnung mit einem englischen Universitätsprofessor, mit dem er über James Joyce sprach, gelang es Pascal, aus seinem Land zu fliehen. Die anderen, die mit ihm kämpften, friedlich auf der Straße und dann bewaffnet im Dschungel, fielen der Junta zum Opfer, deren Soldaten sich beispiellose Grausamkeiten leisten, plündern, vergewaltigen und morden.
Es wäre wohl auch nicht in Pascal Khoo Thwes Sinne, wollte man sich von Burma abwenden und es einem Regime überlassen, das sich halten wird, solange die Chinesen ihre schützende Hand darüberhalten. Als Tourist ersetzt man zwar nicht die Leerstelle, welche die große internationale Politik mit ihren Floskeln überdeckt, doch man macht sich auch nicht gemein. Und man macht in Burma eine Entdeckung, die man nicht vergisst. So wie dieses ist kein anderes Land auf der Welt.
Über die empfehlenswerten Hotels wie etwa das altkoloniale „The Governors Residence“ in Rangun haben wir jetzt nicht gesprochen. Und auch nicht über die Spitzenküche an Bord der „Road to Mandalay“. Halten wir es wieder mit Somerset Maugham, der schrieb, man könne zwar versuchen sich zu schützen und sagen, dass Burma, in dem das Licht anders fällt und die Luft anders riecht, einfach nicht wahr sei, doch „es ist eine Schönheit, die Dich erschlägt und betäubt und atemlos macht“.
Burmas Mönche wissen um diese Schönheit, und sie scheinen gewillt, sie abermals gegen ein hässliches Regime zu verteidigen, auch wenn wir das für aussichtslos halten. Wir sollten sie trotzdem besuchen.
Aktuelle Reisesituation
Einreise:
Das Auswärtige Amt rät von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Burma dringend ab. Derzeit stellen die burmesischen Botschaften weltweit keine Touristenvisa mehr aus; nur Geschäftsleute, die nachweislich ein Geschäft in Burma betreiben, dürfen noch einreisen.
Veranstalter:
Die meisten Veranstalter wie Studiosus, Dr. Tigges, Dertour, Meier's Weltreisen und Tui haben alle Burmareisen bis Mitte Oktober abgesagt. Stornierungen und Umbuchungen sind in der Regel noch kostenfrei, sofern Reisen betroffen sind, die vor dem 15. Oktober beginnen.
Road to Mandalay:
Der Veranstalter „Orient-Express Trains & Cruises“ rät seinen Gästen, eine Flusskreuzfahrt auf dem Irawadi auf einen Termin nach Ende Oktober zu verschieben; das „Governor's Residence Hotel“ bleibt für Gäste, die noch im Land sind, geöffnet. Weitere Informationen: Venice Simplon-Orient-Express, Telefon 02 21/3 38 03 00, www.orient-express.com.
Bagan
York v. Lützow (cfoasia)
- 02.10.2007, 11:09 Uhr
Die Erklärung für die Namensgebung "Burma"ist nicht ganz richtig!
Hartmut Schliefkowitz (Kapau2007)
- 02.10.2007, 11:47 Uhr