10.09.2008 · Moskau fordert ein internationales Waffenembargo gegen Georgien. Der russische UN-Botschafter Tschurkin brachte einen entsprechenden Entwurf für eine Resolution im Weltsicherheitsrat ein. Die Vereinigten Staaten wiesen die Initiative zurück.
Russland hat im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ein Waffenembargo gegen Georgien gefordert. Die Mitgliedsstaaten sollen damit verpflichtet werden, den Verkauf von Waffen und militärischer Ausrüstung an Georgien zu unterbinden sowie auf militärische „Unterstützung, Beratung oder Training“ zu verzichten. Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin nannte den Vorstoß ein wichtiges politisches Signal, auch wenn er wenig Aussicht auf Umsetzung habe.
Die Vereinigten Staaten wiesen die Initiative zurück. Russland wolle auf diese Weise davon ablenken, dass es noch immer nicht alle Truppen von georgischem Gebiet abgezogen habe, sagte eine Sprecherin der amerikanischen UN-Vertretung. Amerika überlege stattdessen, wie man Georgien beim Wiederaufbau seiner Streitkräfte helfen könne.
Sterbliche Überreste von 500 Zivilisten gefunden
Auch Vertreter der EU lehnten den russischen Vorstoß Diplomaten zufolge ab. Es war zunächst unklar, ob der Sicherheitsrat über den Resolutionsentwurf abstimmen würde. Russland macht Georgien für die Gefechte um Abchasien und Südossetien verantwortlich und will auf längere Sicht mit Truppen in den Regionen verbleiben.
Unterdessen wurden in Südossetien nach Angaben der Behörden die sterblichen Überreste von 500 Zivilisten gefunden, die bei der Invasion und Bombardierung der Region durch Georgien am 7. und 8. August ums Leben gekommen sein sollen. Insgesamt seien vorläufigen Erkenntnissen zufolge mehr als 1600 Menschen infolge der Invasion der georgischen Armee ums Leben gekommen, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax den Generalstaatsanwalt Südossetiens. Bei den Kämpfen starben auch mehrere hundert georgische Soldaten.
Russen ziehen Truppen zurück
Washington will indes noch in dieser Woche ein Team nach Tiflis entsenden, um die Bedürfnisse Georgiens zu ermitteln. „Wir werden anschließend prüfen, welche Möglichkeiten die Vereinigten Staaten haben, Georgien beim Wiederaufbau seiner Wirtschaft, Infrastruktur und Streitkräfte zu unterstützen“, sagte Eric Edelman, Unterstaatssekretär des amerikanischen Verteidigungsministeriums.
Nach Angaben des georgischen Innenministeriums verließen am Dienstag die ersten russischen Soldaten das Dorf Ganmuchuri im Bezirk Sugdidi. Ein Ministeriumssprecher wertete dies als „erstes Zeichen“ für den angekündigten Rückzug aus den Gebieten um die beiden Provinzen. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte den Truppenrückzug.
Die Angaben der russischen Untersuchungskommission
Kacha Macharadse (waschli)
- 10.09.2008, 12:30 Uhr
Waffenembargo koppel mit Rucktritt von Saakiasvilli
Peter Slater (Wales-Rhondda)
- 10.09.2008, 13:26 Uhr
Billige Propaganda..........
wolf haupricht (emilgilels)
- 10.09.2008, 13:54 Uhr
Rücktritt Saakaschvilis wird nicht lange.....
wolf haupricht (emilgilels)
- 10.09.2008, 14:52 Uhr
Russland fordert Waffenembargo gegen Georgien
Robert Miller (Dr_Rob)
- 10.09.2008, 15:00 Uhr