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Wirbelsturm-Katastrophe in Burma Verhöhntes Volk

07.05.2008 ·  Ungeachtet des verheerenden Zyklons will das Militärregime in Burma an dem Verfassungsreferendum festhalten. Dies soll dem Machterhalt der Generäle dienen. So verhöhnen sie die Opfer des Wirbelsturms. Die Weltgemeinschaft sollte das der Junta nicht durchgehen lassen.

Von Peter Sturm
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Es wäre ja noch schöner, wenn man sich die sorgsam vorbereitete „Zustimmung“ der Bevölkerung zu einem fragwürdigen Projekt von einer Naturkatastrophe stören ließe. Nach diesem Motto scheinen die in Burma regierenden Generäle handeln zu wollen.

Man stelle sich vor: Ein chronisch unterentwickeltes Land wird von einem furchtbaren Wirbelsturm heimgesucht. Zehntausende sterben, ganze Landstriche sind verwüstet. Unter diesen Umständen hätte jede vernünftige Regierung sofort ihre gesamte Tätigkeit auf die Rettung der Überlebenden und die Beseitigung der Schäden konzentriert.

Aber in Burma gehen die Uhren anders. Schon werden Stimmen für das Vorhaben einer neuen Verfassung gesammelt, obwohl das Volk eigentlich erst am Samstag abstimmen soll. Ob die dann veröffentlichten Ergebnisse einen Bezug zur tatsächlichen Meinung des Volkes haben, ist zweifelhaft. Da das Referendum dem Machterhalt der Generäle dient, scheuen sie nicht einmal davor zurück, die Opfer des Wirbelsturms zu verhöhnen. Die Weltgemeinschaft sollte das der Junta nicht durchgehen lassen.

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Jahrgang 1958, Redakteur in der Politik.

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