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Verteidigungsminister zu Guttenberg Weiterer General wegen Kundus-Affäre entlassen

12.03.2010 ·  Wegen der Kundus-Affäre hat Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg einen weiteren General entlassen. Das Verteidigungsministerium bestätigte, dass der Brigadegeneral Henning Hars bereits vor einer Woche in den einstweiligen Ruhestand versetzt wurde.

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Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat einen weiteren General wegen der Kundus-Affäre entlassen. Das Verteidigungsministerium bestätigte am Freitag, dass der 54 Jahre alte Brigadegeneral Henning Hars bereits vor einer Woche in den einstweiligen Ruhestand versetzt wurde. Der frühere Gruppenleiter im Bundeskanzleramt und Militärattaché in Washington hatte sich nach der Entlassung des Generalinspekteurs Wolfgang Schneiderhan im Zuge der Kundus-Affäre in einem Brief an Guttenberg gewandt.

Nach Darstellung des Verteidigungsministeriums führten daraufhin Staatssekretär Rüdiger Wolf und ein weiterer Vorgesetzter Gespräche mit Hars. „Als Ergebnis dieser Gespräche haben beide dem Minister die Versetzung des Brigadegenerals Hars in den einstweiligen Ruhestand empfohlen“, erklärte ein Sprecher. Guttenberg sei dieser Empfehlung gefolgt und habe Bundespräsident Horst Köhler gebeten, den Brigadegeneral in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen.

Die Zeitung „Tagesspiegel“ (Samstag) berichtete, Hars habe in seinem Brief nach den Gründen für die Entlassung von Schneiderhan und nach der Einschätzung des Ministers zum Bombardement von Kundus gefragt. Bei dem von einem Bundeswehroberst befohlenen Angriff waren Anfang September 2009 bis zu 142 Menschen getötet oder verletzt worden. Das Verteidigungsministerium äußerte sich nicht zum Inhalt des Briefes. Der Brigadegeneral war zuletzt beim Wehrbereichskommando I in Kiel eingesetzt.

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