Home
http://www.faz.net/-2aq-yvui
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
Aktuelle Nachrichten online - FAZ.NET

Traumatisierte Soldaten Durchs Rost gefallen

30.07.2010 ·  Ein Elitesoldat wird in Afghanistan verletzt und als „vorübergehend dienstunfähig“ aus der Bundeswehr entlassen. Inzwischen lebt er von Hartz IV und manchmal auch im Wald. Wen kümmert's?

Von Katrin Hummel
Artikel Bilder (5) Lesermeinungen (31)

Daniel L. sieht einen grellen Lichtblitz. Die Explosion, die ihm beide Trommelfelle zerreißt, hört er nicht mehr. Er spürt einen stumpfen Aufschlag auf der Brust, fliegt acht Meter weit durch die Luft, schlägt mit dem Kopf auf einem Stein auf, und das erste, was er denkt, ist: „Glück gehabt. Um ein Haar wäre ich zu Staub geworden.“ Er rappelt sich auf, prüft, ob ihm nicht ein Bein oder Arm fehlt. Neben ihm liegt ein Soldat mit verkohltem Gesicht. Das Auge hängt heraus und wird nur noch vom Sehnerv gehalten. Daniel L. kann nicht mehr erkennen, welcher von seinen Kameraden es ist. Er versucht, dessen Blutung zu stoppen, und sagt immer wieder: „Halt durch, morgen bist du bei deiner Familie“. Nur in diesen Momenten unterbricht der Schwerverletzte sein Stöhnen, die Worte scheinen in sein Bewusstsein durchzudringen. Hinter dem Verwundeten liegt ein weiterer Mann, der zu Daniel L. herüberschaut und immer wieder zu schreien versucht. Einige der Metallwürfel, die bei der Explosion freigesetzt wurden, haben seinen Unterkiefer durchschlagen, andere sein Knie. Daniels eigenes Gesicht ist übersät mit dunkelroten und schwarzen Stellen. Es sind Fleisch und Knochensplitter des Soldaten, der durch die Explosion direkt gegen seine Brust geschleudert wurde.

Daniel L. ist einer der deutschen Fallschirmjäger, die die Explosion bei der missglückten Entschärfung zweier russischer SA-3-Raketen am 6. März 2002 in Kabul überlebt haben. Fünf seiner Kameraden starben: Zwei deutsche und drei dänische Soldaten – unter ihnen der Mann, der direkt vor Daniel L. stand und ihm dadurch das Leben gerettet hat. „Er war erst Anfang zwanzig, hatte noch ein ganz kindliches Gesicht und zwei kleine Kinder zu Hause, vier Monate alt das eine und knapp über ein Jahr das andere“, erinnert sich Daniel L.. Er macht viele Pausen beim Sprechen – als taste er sich in vermintem Gelände voran. Ende dreißig ist er, ein großer, schlanker, dunkelhaariger Mann, der höflich, zurückhaltend und bescheiden auftritt. Man sieht ihm nicht an, was er durchgemacht hat. Aber man merkt es ihm an. Auch er selbst spürt es. Ihm ist schwindlig beim Reden, er hat ein Gefühl wie Gänsehaut auf dem Körper und eine große Anspannung in sich. Er sagt: „Ich komm‘ da nicht raus aus der Schleife. Es ist keine Vergangenheit, es ist immer noch da. Mein Gehirn hat die Szene falsch abgelegt. Immer wenn ich es erzähle, ist es so, als würde es mir wieder passieren. Dann ist das Bild meiner verletzten Kameraden, ihr Schreien, Wimmern und Stöhnen wieder da.“

Von der Bundeswehr ins zivile Leben abgeschoben

Daniel L. leidet unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) – einer Störung, die bei jedem Menschen nach extrem belastenden Situationen auftreten kann und dazu führt, dass die Betroffenen depressiv, gleichgültig, suchtmittelabhängig, suizidgefährdet und vieles mehr werden können. Gute Heilungschancen bietet eine Traumatherapie. Doch nicht alle Soldaten, die unter PTBS leiden, erhalten sie. Etliche wurden stattdessen von der Bundeswehr ins zivile Leben abgeschoben. „Das ist billiger“, sagt Daniel L., der einer dieser Abgeschobenen ist und seit zwei Jahren von Hartz IV lebt.

Stationen des Abwärtsstrudels, in den der einstige Elitesoldat geraten ist: Nach dem Unglück in Afghanistan wird der damals dreißigjährige Daniel L. ins Bundeswehrkrankenhaus Koblenz ausgeflogen. Sieben Wochen lang wird er dort behandelt, unter anderem rekonstruiert man seine Trommelfelle. Heute kann er wieder gut hören, hat aber einen Tinnitus in beiden Ohren, unter dem er sehr leidet. Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus in Koblenz geht er zurück in seine Einheit nach Varel in Friesland, wo ihn der Truppenarzt schnell in psychologische Behandlung schickt: Daniel L. stellt sich im Bundeswehrkrankenhaus Bad Zwischenahn vor, wo ihn Oberfeldarzt Klaus Pellnitz untersucht. Pellnitz, der inzwischen pensioniert ist, erkennt im Mai 2002, dass der Patient unter einer PTBS leidet, und will der für Daniel L. zuständigen Behörde einen Grad der Schädigung von fünfzig empfehlen. Daniel L. bittet ihn, es bei einem Schädigungsgrad von vierzig zu belassen, weil er Zeitsoldat ist und sich für weitere vier Jahre verpflichten will. Mit einer höheren Schädigung, so befürchtet er, würde er abgelehnt werden. Pellnitz lässt sich darauf ein und empfiehlt autogenes Training als Therapie. „Eine andere Form der Behandlung gab es damals nicht“, sagt Daniel L., „man hatte ja in Deutschland kaum Erfahrung mit Soldaten, die im Krieg traumatisiert wurden.“

Berauscht von dem Gefühl, überlebt zu haben

Das stimmt: Während in den Vereinigten Staaten schon seit dem Vietnamkrieg Erfahrungen mit traumatisierten Soldaten gesammelt und inzwischen mehr als zwanzig Prozent der aus dem Irak und Afghanistan zurückkehrenden Armeeangehörigen an PTBS behandelt werden, wurden hierzulande die ersten Fälle 1996 bekannt. Und erst 2004, zwei Jahre nach Beginn des Afghanistaneinsatzes, begann ihre Zahl rasch zu steigen. 2007 wurde nach Angaben des Verteidigungsministeriums bei 149 Soldaten eine PTBS diagnostiziert, ein Jahr darauf bei 245 und im vergangenen Jahr bei 466. Die große Mehrzahl der Betroffenen wurde durch Erlebnisse in Afghanistan traumatisiert. Insgesamt leiden rund ein Prozent – 1200 an der Zahl – aller bisher im Ausland eingesetzten Männer und Frauen unter einer PTBS. Von den Soldaten, die in Afghanistan waren, sind es zwei Prozent.

Daniel L. allerdings fühlt sich im Mai 2002 trotz Pellnitz‘ Diagnose lebenshungrig wie nie zuvor, regelrecht berauscht von dem Gefühl, überlebt zu haben. Er treibt viel Kraftsport, joggt, macht den Totenkopfmarsch in Belgien – eine 100-Kilometer-Wanderung – mit, und feiert und trinkt sehr viel. Die Beziehung zu seiner Freundin, mit der er dreizehn Jahre zusammen war, zerbricht in dieser Zeit. „Ich konnte mich emotional nicht mehr einbringen, ich war gefühlskalt“, erinnert er sich. Heute glaubt er, dass die Trennung bereits eine Folge der PTBS war, von der er damals noch nichts wissen wollte. Freunde hätten ihm gesagt, er sei „unleidlich“ und „komisch“ geworden.

Sein Körper reagiert nicht mehr auf seinen Willen

Und tatsächlich: In den folgenden Monaten zieht Daniel L. sich mehr und mehr zurück und bekommt Schlafstörungen. Schleichend verschlechtert sich sein Zustand, bis er 2005 nicht mehr die Augen davor verschließen kann, dass sein Körper ein Eigenleben führt, das er kaum noch kontrollieren kann. Er hat keine Hungergefühle mehr, isst nur noch weil ihm sein Verstand sagt, dass er etwas zu sich nehmen müsse. Bei einer Größe von 1,90 Metern magert er auf 76 Kilo ab. Magenschmerzen plagen ihn, ständig ist ihm schlecht. Die Schlafstörungen hat er immer noch, hinzu kommen Migräneattacken, Lichtempfindlichkeit, und nach dem Aufwachen kann er sich manchmal eine halbe Stunde lang nicht bewegen: Sein Körper reagiert trotz größter Anstrengungen nicht mehr auf seinen Willen.

Mit Verdacht auf eine Nervenerkrankung lässt er sich Anfang 2006 in die Neurologie des Bundeswehrkrankenhauses in Hamburg einweisen. Doch die Ärzte stellen keine Nervenerkrankung fest. Kurz darauf tritt er zu seiner Entlassungsuntersuchung an, weil seine Dienstzeit bei der Bundeswehr endet. Der Truppenarzt bescheinigt ihm, dass er „vorübergehend nicht verwendungsfähig“ sei und rät ihm zu einer Psychotherapie. Entlassen wird er trotzdem. Die für ihn zuständige Behörde der Bundeswehr, die Wehrbereichsverwaltung West, hat seine Wehrdienstbeschädigung zu diesem Zeitpunkt bereits förmllich festgestellt:. der Empfehlung von Pellnitz folgend, erkennt sie eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von vierzig Prozent als direkte Folge des Unglücks in Afghanistan an. Ursache dieser Schädigung sind sein Tinnitus und die PTBS.

„Man will die Zahl der Anerkennungen künstlich niedrig halten“

Diese Anerkennung der Wehrdienstbeschädigung ist ein eher seltener Vorgang, werden doch nach Angaben des ehemaligen Wehrbeauftragten Reinhold Robbe nur etwa ein Drittel aller Anträge positiv beantwortet. „Da steckt System dahinter“, sagt Robbe, „man will die Zahl der Anerkennungen künstlich niedrig halten.“ Daniel L. selbst hat drei Jahre lang vor Gericht um die Anerkennung gekämpft und erst zu guter Letzt recht bekommen.

Genützt hat es ihm wenig. „Keiner hat mir damals gesagt, was mit mir los ist. Keiner hat mir geholfen, als ich mich an die Ärzte wandte und mich untersuchen ließ. Obwohl sie wussten, was ich hatte. So war es billiger für die: Ich war zwar noch Soldat, sollte aber kurz darauf entlassen werden, weil meine Zeit um war. Wenn ich die Psychotherapie im Bundeswehrkrankenhaus angefangen hätte, hätte man mich so schnell nicht als gesund entlassen können, denn die Therapie hätte bestimmt ein Jahr oder noch länger gedauert“, sagt L..

„Ich fühle mich betrogen“

Er wendet sich also noch während seiner Dienstzeit an einen externen Therapeuten, den er nach seiner Entlassung aus der Bundeswehr weiterhin aufsucht. Die Kosten dafür übernimmt vom Tag seiner Entlassung an zu dreißig Prozent seine private Krankenkasse. Die Beiträge bezahlt er von dem Übergangsgeld, das Soldaten nach ihrer Entlassung bekommen und das mit dem Arbeitslosengeld I vergleichbar ist. Die restlichen siebzig Prozent der Therapiekosten trägt weiterhin die Bundeswehr. Nach anderthalb Jahren Therapie ist L. endgültig klar, dass es ihm wegen der PTBS so schlecht geht. Gebessert hat sich sein Zustand aber durch die Behandlung nicht. „Der Therapeut war nicht auf PTBS spezialisiert, aber es ging mir zu schlecht, um mir einen anderen zu suchen, nachdem ich das gemerkt hatte“, sagt er.

Noch einmal wendet er sich an Oberfeldarzt Pellnitz, der ihm nun einen Behinderungsgrad von fünfzig Prozent als Folge der Wehrdienstbeschädigung bescheinigt. Noch während der psychotherapeutischen Behandlung bemüht sich L. auch um den Wiedereinstieg ins zivile Berufsleben. Da er nicht voll leistungsfähig ist und ihm das Arbeitsamt keine passende Stelle anbieten kann, sucht er sich auf eigene Faust Arbeit. Nach Paragraph 31 Soldatengesetz hätte er eine sogenannte Reha-Berufsförderung beantragen können. Doch niemand bei der Bundeswehr weist ihn darauf hin, obwohl er bei der dafür zuständigen Stelle, dem Berufsförderungsdienst, vorgesprochen und seine Situation geschildert hat. Erst nach dem Ende seiner Dienstzeit erfährt er durch einen Freund von dieser Möglichkeit. Doch da ist es zu spät. Sein Anspruch ist verfallen. „Ich fühle mich betrogen“, sagt er.

„Ich verwahrlose“

Die Schule hat er nach der Mittleren Reife verlassen, danach arbeitete er im Hafen, in der Industrie und auf dem Bau. Jetzt nimmt er einen Job als Aufsicht in einer Spielhalle an. Das traut er sich zu, doch da überschätzt er sich. Nach einigen Monaten muss er die Stelle aufgeben, weil er spürt, dass er sich nicht genug unter Kontrolle hat, wenn es Streit mit seinen Kunden gibt. Aggressive Verhaltensmuster sind typische Symptome bei Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen.

Seit er die Stelle aufgeben musste, lebt Daniel L. zurückgezogen. Nnüchtern spricht er über sich und seinen Alltag – es hört sich an, als rede er über jemand anderen: „Früher war alles anders. Da habe ich noch etwas gespürt. Ich kann mich aber nicht mehr daran erinnern. Ich weiß nicht mehr, wie es sich anfühlte, glücklich zu sein. Jetzt habe ich sogar Schwierigkeiten, mich selbst zu versorgen. Mir fehlt nichts, wenn ich nichts esse. Ich esse auch schimmliges Brot, wenn ich nichts anderes habe. Das ist mir egal. Ich verwahrlose. Tauche tagelang ab, zum Beispiel in den Wald. Manchmal gehe ich monatelang nicht zum Friseur oder lasse mir einen Bart wachsen. Es ist aber okay so. Das Leben ist nicht mehr so wichtig für mich. Es hat keinen hohen Wert. Es ist mir egal, was mit mir ist. Ich trinke viel Alkohol, habe Nierenschmerzen, gehe aber nicht zum Arzt. Wenn ich Schmerzen habe, dann ist das halt so.“

„Ich habe es noch nie erlebt, dass der Grad der Schädigung heraufgesetzt wird“

Niemand vermittelt ihm das Gefühl, dass sich daran etwas ändern könnte oder sollte. Die Bundeswehr interessiert sich nicht mehr für Daniel L. und das Leben, das er nun führt. Und das Landesamt für soziale Dienste in Schleswig-Holstein, das Hilfe für geschädigte und behinderte Menschen bietet und seit seinem Ausscheiden aus der Bundeswehr für Daniel L. zuständig ist, hat eine ganz eigene Sicht auf die Dinge: Es erkennt lediglich einen Grad der Schädigung von dreißig aufgrund des Tinnitus und der PTBS an. Insgesamt liege zwar ein Grad der Behinderung von fünfzig vor – Daniel L. ist also schwerbehindert –, doch die Differenz gehe auf Kosten einer depressiven Störung, und dafür bekommt Daniel L. keine finanzielle Entschädigung, weil es sich nicht um eine Folge seiner Kriegserlebnisse handele. Im Klartext bedeutet das: Zwar ist die zivile Behörde der Meinung, dass es Daniel L. sehr schlecht geht. Doch als Ursache dafür will man nicht allein die Wehrdienstbeschädigung sehen, obwohl gerade Depressionen häufige Symptome von Posttraumatischen Belastungsstörungen sind. Für den behördlich auf dreißig herabgesetzten Grad der Schädigung erhält Daniel L. nun eine Grundrente von 123 Euro im Monat – statt von 161 Euro, die zustünden, wenn nur weiterhin der Grad der Schädigung von vierzig zugrundegelegt würde, der ihm von der Wehrbereichsverwaltung West bescheinigt wurde. Dieser Umgang der zuständigen Stellen mit Soldatenschicksalen sei durchaus üblich, meint Klaus Pellnitz: „Ich habe es noch nie erlebt, dass der Grad der Schädigung heraufgesetzt wird. Er wird immer nur herabgesetzt.“

Kurz vor Pellnitz‘ Pensionierung im Frühjahr 2008 stellt sich Daniel L., der nun bereits von Hartz IV lebt, ein drittes Mal bei dem Oberfeldarzt vor, denn er sieht in ihm inzwischen seinen einzigen Verbündeten. Nach der Untersuchung schreibt Pellnitz in seinem Arztbrief, es gelinge Daniel L. nicht, „in vernünftiger Weise im zivilen Leben Fuß zu fassen“. Seine Lebensführung, Erlebnisfähigkeit und Gestaltungsfähigkeit seien gestört. Er leide „erheblich unter den Folgen einer PTBS, die jetzt sein Leben zu zerstören drohen“. Daraufhin passiert – nichts. Denn Daniel L. hat schon längst nicht mehr die Kraft, um seine Gesundheit zu kämpfen. Seit er bei Pellnitz war, hat er kein Arztzimmer mehr betreten.

Eine weitere Hoffnung, dass sich für ihn doch noch alles zum Guten wenden könnte, ging zu Bruch, als der Bundestag das Einsatzweiterverwendungsgesetz verabschiedete. Es sieht vor, dass kranke Soldaten bei vollen Bezügen vom Dienst freigestellt werden, um sich einer Therapie unterziehen und ins Zivilleben zurückfinden zu können. Dieses Gesetz wurde sogar rückwirkend angewendet, und kurze Zeit träumte Daniel L. davon, dass auch er davon profitieren könnte. Doch dann kam die bittere Erkenntnis, dass er und seine Kameraden, die bei der Raketenexplosion verletzt worden sind, durchs Rost gefallen sind. „Man hat uns einfach vergessen“, sagt er. Das Gesetz wird nur auf Soldaten angewendet, die nach dem 1. Dezember 2002 verletzt worden sind. Daniel L. aber verunglückte bereits im März 2002. Er hat darauf geklagt, dass man das Gesetz auch auf ihn anwenden solle – und nicht Recht bekommen. Kürzlich flatterte ihm die Rechnung für das Gerichtsverfahren ins Haus: 726 Euro. Im Gespräch ist, die Rückwirkungsregelung im Einsatzweiterverwendungsgesetz noch einmal zu erweitern. Aber selbst wenn es so kommt, ist nicht sicher, dass Daniel L. etwas davon hätte. Angeblich ist er nicht krank genug: Seine Wehrdienstbeschädigung müsste einen Grad von fünfzig haben, doch die Bundeswehr erkennt nur den ursprünglich festgestellten Grad von vierzig an.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Jahrgang 1968, Redakteurin im Ressort „Gesellschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Jüngste Beiträge