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Isaf-Einsatz in Afghanistan Gates warnt vor „überstürztem Rückzug“

11.03.2011 ·  Beim Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel hat der amerikanische Verteidigungsminister Robert Gates eindringlich vor einem verfrühten und unkoordinierten Abzug aus Afghanistan gewarnt. Es müsse weiter der Grundsatz gelten: „Gemeinsam hinein, gemeinsam heraus“.

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Der amerikanische Verteidigungsminister Robert Gates hat die Bündnispartner in der Nato eindringlich vor einem verfrühten und unkoordinierten Abzug aus Afghanistan gewarnt. Gates hob am Freitag in Brüssel beim Treffen der Verteidigungsminister der 28 Nato-Staaten die Erfolge der internationalen Schutztruppe in Afghanistan (Isaf) seit der amerikanischen Truppenverstärkung von Ende 2009 hervor.

Nach den Beratungen vom Donnerstag über Libyen stand am zweiten Tag des Treffens die Lage in Afghanistan im Mittelpunkt der Brüsseler Gespräche. „Unsere Männer und Frauen haben im vergangenen Jahr gemeinsam mit den afghanischen Sicherheitskräften den Taliban schwere Schläge zugefügt, Ballungszentren für die Bevölkerung gesichert und die Aufständischen aus strategischen Schlüsselpositionen im Süden und im Osten verdrängt“, sagte Gates.

„Gemeinsam hinein, gemeinsam heraus“

Zugleich äußerte Gates „ernste Bedenken“, dass die Fortschritte bei der Befriedung in Afghanistan durch einen „überstürzten, verfrühten und unkoordinierten Rückzug nationaler Truppenkontingente“ unter den 48 Isaf-Partnern gefährdet werden könnten. Gates zeigte sich besonders besorgt über „die Rhetorik in einigen europäischen Hauptstädten“, ohne jedoch bestimmte Länder zu nennen: „Es wird zu viel über einen Abzug geredet und zu wenig darüber, wie wir die Sache richtig erledigen.“ Stattdessen müsse weiter der Grundsatz gelten „Gemeinsam hinein, gemeinsam heraus“.

Er forderte die Nato-Partner auf, die Unterstützung für die weitere Ausbildung und Ausrüstung der afghanischen Armee und Polizei auf eine Milliarde Euro jährlich zu erhöhen. Washington will die afghanischen Sicherheitskräfte mit 12,6 Milliarden Dollar unterstützen, während sich die Kosten für den amerikanischen Kriegseinsatz in Afghanistan auf 120 Milliarden jährlich belaufen.

Rasmussen bittet um Geduld für Afghanistan-Einsatz

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen fordertet die am Militäreinsatz in Afghanistan beteiligten Staaten dazu auf, beim militärischen Engagement am Hindukusch nicht nachzulassen. „Unser Ziel ist, dass die afghanischen Sicherheitskräfte bis Ende 2014 die Verantwortung für die Sicherheit in allen Provinzen übernehmen“, sagte Rasmussen und fügte hinzu: „Aber Übergang bedeutet nicht, dass wir Afghanistan verlassen“, sagte Rasmussen. „Im Gegenteil: Unsere Kräfte werden bleiben, um die Afghanen zu unterstützen und auszubilden.“

Wichtig sei, dass die Ausbildung der afghanischen Armee und Polizei nach wie vor mit Hochdruck vorangehe. Die internationalen Soldaten müssten „schrittweise von Kämpfern zu Ausbildern werden“. Der afghanische Präsident Hamid Karzai werde zum Beginn des neuen afghanischen Jahres am 21. März mitteilen, in welchen Distrikten und Provinzen des Landes die Afghanen die Verantwortung für die Sicherheit von den derzeit 132.000 internationalen Soldaten der Afghanistan-Schutztruppe Isaf übernehmen.

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