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Afghanistan Drei Nato-Soldaten getötet

13.07.2010 ·  Im Süden Afghanistans sind drei britische Soldaten der Internationalen Schutztruppe von einem afghanischen Soldaten erschossen worden. Er feuerte eine Panzerabwehrrakete in die Gruppe und flüchtete anschließend, teilte das afghanische Verteidigungsministerium mit.

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Ein afghanischer Soldat hat am Dienstag im Süden des Landes drei Mitglieder der britischen Streitkräfte erschossen und vier weitere verletzt. Er feuerte eine Panzerabwehrrakete in die Gruppe und flüchtete anschließend, wie ein Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums mitteilte. Der Vorfall ereignete sich am frühen Morgen in der Provinz Helmand. Was den Soldaten zu der Bluttat bewogen haben könnte, war zunächst völlig unklar. Die Nato und die afghanischen Streitkräfte leiteten eine gemeinsame Untersuchung ein.

Der afghanische Präsident Hamid Karzai schickte unverzüglich ein Kondolenzschreiben an die britische Regierung und brachte sein Bedauern zum Ausdruck. Nato-Befehlshaber David Petraeus sage, dass die Soldaten der internationalen Schutztruppe Isaf und die afghanischen Streitkräfte Seite an Seite gegen die Taliban und andere Extremisten kämpfen. „Wir müssen sicherstellen, dass das Vertrauen zwischen unseren Truppen ungetrübt bleibt, um unsere gemeinsamen Feinde zu besiegen“, appellierte der amerikanische General.

Guttenberg: „Friendly fire“ vermeiden

Auch der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) äußerte sich betroffen über den Tod der britischen Soldaten. „Natürlich sind auch von unserer Seite die Gedanken bei den Angehörigen“, sagte er am Rande seines Besuches des Zentrums für Innere Führung der Bundeswehr in Koblenz. Vor einer Bewertung müsse man abwarten, was wirklich passiert sei. Klar sei aber, „dass wir uns in Afghanistan in einem Gebiet befinden, das durchaus auch als Kriegsgebiet bezeichnet wird“, sagte Guttenberg weiter. Es gehe es darum, unter allen Umständen zu vermeiden, dass es zum Beschuss durch verbündete Einheiten, dem „friendly fire“, komme. „Das haben wir ja selbst schon erlebt“, fügte der Minister hinzu.

In Afghanistan sind rund 143.000 ausländische Soldaten stationiert, Großbritannien stellt das zweigrößte Truppenkontingent. Seit Ende 2001 wurden mehr als 300 britische Soldaten getötet. Im Vereinigten Königreich ist der Einsatz höchst umstritten.

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