08.08.2007 · Das Radsportteam Astana ist abermals von einem Dopingfall betroffen. Der Kasache Kaschetschkin ist mit sofortiger Wirkung suspendiert worden, nachdem ihm eine verbotene Bluttransfusion nachgewiesen worden war.
Das Radsportteam Astana hat den vierten Doping-Fall in den eigenen Reihen in den letzten zwei Monaten bestätigt. Der 27 Jahre alte Kasache Andrej Kaschetschkin ist mit sofortiger Wirkung suspendiert worden, nachdem ihm in einer Trainingskontrolle am 1. August in der Türkei eine verbotene Bluttransfusion nachgewiesen worden war.
Das teilte das Team, für das auch der Deutsche Andreas Klöden fährt, am Mittwochabend mit. Die Suspendierung gelte zunächst bis zur Analyse der B-Probe. Vor Kaschetschkin war auch dessen kasachischer Landsmann und einstiger Astana-Kapitän Alexander Winokurow während der Frankreich-Rundfahrt des Fremdblut-Dopings überführt und daraufhin entlassen worden (Siehe auch: Auch B-Probe von Winokurow positiv).
Rückzug von der Frankreich-Rundfahrt
Vor dem Tour-Start war der Nürnberger Matthias Kessler mit einem positiven Testosteron-Doping-Test aufgefallen. Der Astana-Fahrer Eddy Mazzoleni (Italien) verließ das Team, nachdem er sich wegen eines länger zurück liegenden Doping-Vergehens vor der Justiz seines Heimatlandes verantworten musste.
Nach dem Doping-Fall Winokurow hatte sich das gesamte Astana-Team nach der 15. Etappe aus der Tour zurückgezogen. Kaschetschkin lag zum Zeitpunkt des Ausstiegs auf dem achten Rang der Gesamtwertung.
Abermals ein „harter Schlag“ für Astana
Für den gesamten August hatte sich die Formation, die mit Schweizer Lizenz fährt und von der kasachischen Industrie gesponsert wird, aus dem internationalen Rennbetrieb zurückgezogen.
Der abermals „harte Schlag“ beeinträchtige nicht das Bemühen der Mannschaft, an „drastischen Maßnahmen für einen sauberen Radsport“ festzuhalten, hieß es in einer Astana-Erklärung.