16.08.2007 · Aufatmen bei T-Mobile: Adidas wird auch in Zukunft Sponsor des Radrennstalls bleiben. Teamchef Stapleton überzeugte den Sportartikelhersteller mit seinem Dopingkontroll-Konzept. Sündern droht in Zukunft die fristlose Kündigung.
Der Sportartikelausrüster Adidas wird den Radrennstall von T-Mobile trotz der Dopingskandale im Radsport weiterhin sponsern.
Ein Rückzug sei ebenfalls erwogen worden, wäre aber „einer Kapitulation vor der Dopingproblematik gleichgekommen“, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Herzogenaurach zur Begründung mit.
T-Mobile im Kampf gegen Doping
Die Entscheidung sei in dem Bewusstsein gefallen, „dass es zu einem lückenlosen Kontrollergebnis und garantiert dopingfreien Sport noch ein weiter Weg sein wird“. Das Team T-Mobile habe jedoch wegweisende, notwendige Schritte eingeleitet.
T-Mobile-Teamchef Bob Stapleton habe Adidas in dieser Woche detailliert die künftigen Doping-Kontrollmechanismen für seine Mannschaft erläutert. „Auf dieser Grundlage hat Adidas entschieden, seine Unterstützung für das Team und dessen Management fortsetzen“, hieß es.
Fristlose Kündigung für Doping-Sünder
Die weiterhin enge Einbindung der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) in den Kontrollprozess für das Team sei ein weiterer Beweggrund, um die Zusammenarbeit fortzusetzen. „Nur durch die kontinuierliche Stärkung deren Arbeit und Position ist eine dauerhafte Chance auf Erfolg im Kampf gegen Doping zu sehen“, teilte das Unternehmen mit.
Bei Adidas unter Vertrag stehende Sportler, die sich nachweislich eines Dopingvergehens schuldig machen, würden entsprechend den geltenden Verträgen fristlos gekündigt.