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Positive B-Probe Winokurow: „Ich bin nicht verrückt“

29.07.2007 ·  Alexander Winokurow ist als Dopingsünder überführt. Auch die B-Probe des Kasachen hat ein positives Ergebnis erbracht. Nun drohen dem 33 Jahre alten Radprofi zwei Jahre Sperre.

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Radprofi Alexander Winokurow ist endgültig des Dopings überführt. Auch die B-Probe des Kasachen hat laut Analyse des französischen Labors in Chatenay-Malabry bei Paris ein positives Ergebnis erbracht. Demnach hat der frühere Kapitän des Teams Astana Fremdblut aufgenommen. Die Meldung einer französischen Nachrichtenagentur vom Samstag hat sich damit bestätigt. Der einstige Topfavorit der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt war nach seinem Sieg im Einzelzeitfahren der Tour de France in Albi am 21. Juli getestet und nach der positiven A-Probe wegen Blutdopings von der Tour ausgeschlossen worden.

Winokurows Astana-Team, dem auch Andreas Klöden angehört, hatte sich von der Tour zurückgezogen. Winokurow droht nun eine zweijährige Sperre sowie eine Geldstrafe in Höhe seines Jahresgehalts an den Weltverband UCI. Dazu hatte er sich in der von allen Tour-Startern unterzeichneten Selbstverpflichtung im Doping-Fall bereit erklärt.

Winokurow: „Ergebnisse machen keinen Sinn“

Der 33-Jährige sagte, er habe nach seinem Sturz auf der fünften Etappe und den Verletzungen an den Knien eine Bluttransfusion im Krankenhaus bekommen. „Ich bin hundert Mal während meiner Laufbahn getestet worden, diese Ergebnisse machen überhaupt keinen Sinn“, sagte Winokurow. „Bei all der Aufmerksamkeit um das Thema Doping wärst du doch verrückt, so etwas zu machen. Und ich bin nicht verrückt.“

Winokurow kündigte schon nach der A-Probe gerichtliche Schritte gegen das französische Anti-Dopinglabor in Chatenay-Malabry an. Der Vuelta-Gewinner engagierte den Anwalt Maurice Suh, mit dessen Unterstützung er seine Unschuld beweisen will. Dabei will der Astana-Profi insbesondere das Testverfahren des Labors anfechten. „Man soll nicht annehmen, dass das Labor alles korrekt gemacht hat“, sagte Suh. Der so genannte Durchflusscytometrie-Test werde erst seit diesem Jahr bei der Frankreich-Rundfahrt angewendet. Der Test stellt fest, ob sich in einem Körper fremdes Blut befindet, indem nach fremden Genen gesucht wird.

Unterdessen will das Astana-Team, das sich nach Winokurows Dopingtest unter Druck der Tour-Organisation ASO aus der Rundfahrt zurückgezogen hatte, weiter an seinem Rennplan für das Jahr 2007 festhalten. Angetrieben durch die Anschuldigungen gegen ihren Kapitän will die Mannschaft außerdem nun ein internes Doping-Kontrollsystem installieren.

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