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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Automobilmesse IAA Chinesischer Hersteller will seine Plagiate nicht ausstellen

 ·  Das Unternehmen Shuanghuan baut Autos, die europäischen Modellen von BMW und Daimler verblüffend ähneln. Einer direkten Konfrontation auf der bevorstehenden Automobilmesse IAA geht der chinesische Hersteller jedoch aus dem Weg. Die umstrittenen Modelle werden in Frankfurt nicht gezeigt.

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Im Plagiatstreit mit BMW und Daimler geht der chinesische Hersteller Shuanghuan einer direkten Konfrontation auf der bevorstehenden Automobilmesse IAA aus dem Wege. Die beiden chinesischen Autos, die im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen um kopierte Modelle stehen, sollen nach dem Willen des Herstellers nicht in Frankfurt gezeigt werden. Das Unternehmen selbst habe ohnehin nicht die Absicht gehabt, seinen Geländewagen CEO und den Kleinwagen Nobel auf der weltweit größten Autoausstellung zu zeigen, sagte ein Sprecher des Unternehmens aus Shijiazhuang (Provinz Hebei) am Donnerstag. „Einige Autoverkäufer wollen unsere Fahrzeuge nach Frankfurt bringen, aber wir haben das nicht genehmigt.“

Im Falle einer Präsentation des CEO auf der IAA hatte BMW angekündigt, Maßnahmen zu prüfen. Jetzt werde BMW das weitere Vorgehen der Chinesen erst einmal beobachten, sagte ein Unternehmenssprecher in München. „Die Sache scheint jetzt aufgeschoben zu sein, ob sie auch aufgehoben ist, weiß man nicht“. Der weiß-blaue Autobauer geht bereits gegen den Vertrieb des Sportgeländewagens CEO in Italien mit einer Abmahnung gegen den verantwortlichen Importeur vor. In der Plagiats-Debatte hatte selbst Kanzlerin Angela Merkel diese Woche bei ihrem China-Besuch deutliche Kritik an den „nicht ganz legal“ erarbeiteten Automodellen und dem mangelnden Schutz des geistigen Eigentums in China geäußert.

„Wir sind ein legales Unternehmen“

Zu dem Vorwurf, dass der Geländewagen X5 von BMW und der Smart Fortwo von Daimler kopiert worden seien, wollte sich der Shuanghuan- Sprecher nicht äußern. „Bei vielen Autos ist es so, dass sie im Zuge der Entwicklung einige fortschrittliche Dinge voneinander lernen“, sagte er. Zugleich betonte der Sprecher: „Wir sind ein legales Unternehmen. Unsere Autos sind legale Produkte. Deswegen macht es keinen Sinn für uns, ausführlich auf die Vorwürfe einzugehen.“

Die Automodelle seien in Peking bei der Reform- und Entwicklungskommission, der obersten Wirtschaftsbehörde in China, registriert worden. Zu der IAA vom 13. bis 23. September haben sich 1046 Aussteller aus mehr als 40 Ländern angemeldet. Aus China sind vier Pkw- Hersteller sowie gut 50 Zulieferer vertreten.

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