07.11.2007 · China hat den Mond im Blick. Die vor rund zwei Wochen gestartete Mondsonde Chang'e hat den Erdtrabanten inzwischen erreicht und ist in eine stabile Umlaufbahn gebracht worden. Der Satellit soll dreidimensionale Aufnahmen vom Mond machen.
Die am 24. Oktober vom Weltraumbahnhof Xichang (Sichuan) aus gestartete chinesische Raumsonde Chang'e 1 ist am vergangenen Montag beim Mond angekommen und durch ein Kurskorrekturmanöver in eine Umlaufbahn um diesen Himmelskörper gebracht worden.
Damit ist das Raumfahrzeug zum ersten chinesischen Mondsatelliten geworden. Für das Manöver haben dessen Raketen 22 Minuten lang den notwendigen Rückstoß erzeugt. Sie verringerten die Geschwindigkeit von Chang'e 1 von 2,3 auf 1,95 Kilometer pro Sekunde und brachten den Satelliten in eine elliptische Bahn zwischen 200 und 8600 Kilometer Höhe, in der er den Mond in zwölf Stunden einmal umrundete.
Warten auf dreidimensionale Fotos
Nach einer Verringerung des mondfernsten Abstands der Bahn am Dienstag wurde die Sonde in die endgültige Kreisbahn 200 Kilometer über dem Erdtrabanten gebracht. Dort wird der Satellit den Mond einmal in 127 Minuten mit einer Geschwindigkeit von 1,6 Kilometer pro Sekunde umkreist.
Zu den Aufgaben des Satelliten gehört es, mineralogische Studien zu betreiben und dreidimensionale Fotos vom Mond zu gewinnen. Im Jahr 2012 will Peking einen Rover auf dem Erdtrabanten absetzen.