Home
http://www.faz.net/-2aj-tliu
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Freitag, 17. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
Aktuelle Nachrichten online - FAZ.NET

Menschenaffen Massensterben durch Ebola-Viren

07.12.2006 ·  Im Nordwesten der Republik Kongo sterben Gorillas am Ebola-Virus. Nachdem Forscher lange gestritten haben, ob es sich tatsächlich um eine Ebola-Epedemie handelt, sollen die Menschenaffen nun geimpft werden.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Das Ebola-Virus hat in Zentralafrika schon mehr als 5000 Gorillas - bis zu einem Viertel des Weltbestandes dieses großen Menschenaffen - dahingerafft. Vor etwas mehr als drei Jahren war über erste Ebola-Opfer unter Gorillas und Schimpansen berichtet worden. In der an diesem Freitag erscheinenden Zeitschrift „Science“ berichten spanische und schwedische Forscher sowie der am Leipziger Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie tätige Wissenschaftler Peter Walsh über das Massensterben im Nordwesten der Republik Kongo.

Die Forscher hatten im Lossi-Schutzgebiet festgestellt, daß 93 Prozent - 221 von 238 individuell bekannten - Gorillas an einer Ebola-Infektion gestorben sind. Immer wieder hatte es nach ersten Berichten Zweifel gegeben, ob es sich tatsächlich um eine Epidemie unter den Menschenaffen handelt. Dieser Streit verhinderte nach Auffassung Walshs bisher auch, daß die Gorillas mit der zur Verfügung stehenden Vakzine geimpft werden: „Wir hoffen, daß die Klarheit unserer Ergebnisse einige Spender bewegen wird, jene zwei bis drei Millionen Dollar bereitzustellen, die für die Entwicklung einer sicheren und effektiven Ebola-Impfung für frei lebende Affen benötigt werden.“

Quelle: jom. / F.A.Z., 08.12.2006, Nr. 286 / Seite 9
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen