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Artenvielfalt Der Spatz ist in Deutschland gefährdet

12.11.2007 ·  Jahrhundertelang haben Mensch und Spatz hierzulande friedlich nebeneinander gelebt. Hochhausviertel und Neubausiedlungen haben das nun geändert. Zwar findet der Mensch Wohnraum, doch der Spatz keine Nistplätze mehr.

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Die Spatzen pfeifen immer seltener von deutschen Dächern. Nach einer Erhebung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) ist der Haussperling vor allem in Westdeutschland stark auf dem Rückzug.

In Nordrhein-Westfalen, Bayern und anderen Bundesländern werde er wohl bald in die Vorwarnliste der bedrohten Vogelarten aufgenommen, berichtete die neue BfN-Präsidentin Beate Jessel am Montag. Ähnlich wie Mauersegler, Mehl- und Rauchschwalben sind Spatzen Gebäudebrüter, denen in Hochhausvierteln und Neubausiedlungen die Nistgelegenheiten ausgehen. Die Bestände dieser Arten hätten sich seit Anfang der neunziger Jahre um etwa 15 Prozent verringert.

Waldvögel erobern Siedlungen

Dagegen erobern nun Waldvögel wie Rotkehlchen und Zaunkönig die Grünflächen, Parks und Gärten der Wohnsiedlungen. Auch die Amsel, neben dem Spatz der häufigste Siedlungsvogel, zeigt wachsende Bestände.

Durch die Landwirtschaft besonders stark gefährdet sind Bodenbrüter wie Feldlerche, Kiebitz und Großer Brachvogel. Neuerdings macht ihnen vor allem der Anbau von Energiepflanzen zu schaffen, weil dafür immer mehr frühere Brachflächen genutzt werden.

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