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Zahlen zur Flutkatastrophe Die Opferzahlen steigen weiter

02.02.2005 ·  Die Zahl der Vermißten und der Toten gleicht sich in allen Ländern nur langsam an. In Indonesien widersprechen sich sogar die Ministerien gegenseitig. Noch immer sind zwei Millionen Menschen obdachlos.

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Die Zahl der Flutopfer in Indonesien hat sich um weitere 5000 Personen auf 108 238 erhöht. Das gab die Regierung des Inselstaates am Montag bekannt. Damit erhöhte sich die Zahl der bestätigten Toten seit vergangenen Donnerstag um 10 000. Diese Zunahme erklärte das Gesundheitsministerium damit, daß weitere Leichen entdeckt und beigesetzt worden seien. Die Zahl der Vermißten liegt weiterhin bei 127 774.

Das Sozialministerium gibt demgegenüber die Zahl der Toten mit 123 198 und die der Vermißten mit 12 046 Menschen an. Die Regierung hat sich zu dieser Differenz nicht geäußert. Anders als in anderen Ländern hat der Tsunami in Indonesien eine ganze Provinz verwüstet, die zudem aufgrund der politischen Situation schwer zugänglich ist. Deshalb ist die Lage hier nach wie vor besonders unübersichtlich, was die weiter steigenden Zahlen erklären könnte. In den weiteren zehn von der Flutkatastrophe betroffenen Ländern blieben die Opferzahlen in den vergangenen beiden Wochen weitgehend konstant.

Indonesien verzeichnet die meisten Opfer

In Sri Lanka gibt das nationale Katastrophenkoordinationszentrum die Zahl der Toten mit 30 957 an. Das Ministerium für öffentliche Sicherheit spricht von 38 195 Toten. Auch hier gibt es für die Unterschiede keine Erklärung. Die Zahl der Vermißten liegt bei 5644. Nach übereinstimmenden Angaben der Internationalen Föderation des Roten Kreuzes in Genf und den amtlich veröffentlichten Zahlen der Länder hat Indien nach wie vor 10 779 Tote und 5614 Vermißte zu beklagen.

In Thailand seien 5392 Menschen tot, 3100 würden noch vermißt. In den drei betroffenen afrikanischen Ländern seien 309 Menschen gestorben, in Birma 90, auf den Malediven 82, in Malaysia 68 und in Bangladesh 2. Nach Angaben der Internationalen Föderation des Roten Kreuzes hat die indonesische Regierung mittlerweile die Vermißten für tot erklärt. Damit läge die Zahl der Toten allein in Indonesien bei 135 000 bis 236 000, in der ganzen Region bei 183 000 bis 290 000. Noch immer sind mehr als zwei Millionen Menschen obdachlos.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung/rehm., 02.02.2005, Nr. 27 / Seite 9
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