09.03.2005 · Immer noch sind Experten des Bundeskriminalamtes damit beschäftigt, die deutschen Tsunami-Opfer zu identifizieren. Bei 198 ist dies inzwischen gelungen.
Fast zwei Monate nach der Flutkatastrophe in Asien ist die Zahl der identifizierten Opfer aus Deutschland auf 198 gestiegen. 449 Deutsche gelten in der Krisenregion offiziell noch als vermißt, wie das Auswärtige Amt am Mittwoch in Berlin mitteilte. Die Arbeiten würden vor Ort von einem internationalen Identifizierungsteam mit Hilfe des Bundeskriminalamtes vorgenommen.
Die Identifizierung weiterer Toter konzentriere sich vorallem auf Thailand. Nachdem die Aufklärung der Schicksale deutscher Touristen in der Katastrophenregion zunächst langsam voranging, „steht jetzt das Überprüfungssystem“, und der Abgleich von Daten funktioniere zügiger.
Wochenlang unveränderte Zahlen
Die Bundesregierung hatte kurz nach der Flutkatastrophe vom 26. Dezember Experten des Bundeskriminalamtes in die Region geschickt, wo sie Merkmale vermißter Deutscher mit denen von Toten vergleichen. Zunächst wurden nur 60 Deutsche zweifelsfrei identifiziert - wochenlang änderte sich diese Zahl nicht.